Trotz Seximusvorwürfen bleibt Brüderle im Kanzler-Rennen

Kaum hatte die deutsche FDP ihren Spitzenmann für die Bundestagswahl nominiert, wurden gegen Rainer Brüderle Vorwürfe wegen Sexismus laut. Ungeachtet der losgetretenen Debatte sieht sich der FDP-Fraktionschef nicht als Belastung für die Partei.

Der deutsche FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Rainer Brüderle schweigt beharrlich zu den Sexismus-Vorwürfen. Keystone

Noch selten ist ein regelmässig stattfindendes Pressegespräch auf so viel Interesse gestossen. Angeheizt durch die Sexismus-Vorwürfe gegen Rainer Brüderle nahmen an dem Routinetermin in Berlin rund 80 Journalisten teil – doppelt so viele wie sonst üblich.

Der FDP-Fraktionschef sieht sich trotz der erhobenen Vorwürfe nicht als Belastung für die Liberalen. «Ich sehe das so, dass ich sehr wohl der Partei sehr nütze», sagte Brüderle.

Brüderle betonte abermals, er werde die gegen ihn erhobenen Vorwürfe weiter nicht kommentieren. «Ich habe mich bisher zu dem Thema nicht geäussert und ich werde es auch weiterhin nicht tun.»

An dem Pressegespräch, das regelmässig in Sitzungswochen des Bundestages stattfindet, nahm auch die «Stern»-Redaktorin Laura Himmelreich teil. Ihr Porträt über Brüderle hatte die Sexismus-Debatte in Gang gebracht.

Die 29jährige hatte darin geschrieben, Brüderle habe sich ihr am Vorabend des
Dreikönigstreffens vor gut einem Jahr an der Hotelbar auf anzügliche Weise genähert. 

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«Fall Brüderle» setzt Sexismus-Debatte in Gang

3:33 min, aus 10vor10 vom 28.1.2013