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Überraschung im Weissen Haus Trump zieht Berater Bannon aus Sicherheitsrat ab

Legende: Audio Bannon muss Platz im nationalen Sicherheitsrat räumen abspielen. Laufzeit 01:31 Minuten.
01:31 min, aus HeuteMorgen vom 06.04.2017.
  • Der strittige Berater von US-Präsident Donald Trump, Steve Bannon, soll nicht mehr dem Nationalen Sicherheitsrat der USA angehören.
  • Trump habe das Gremium umorganisiert und Bannon abgezogen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg sowie diverse Medien.
  • In einem aufsehenerregenden Schritt hatte Trump Ende Januar seinen Chefstrategen Bannon in das «Principals Committee», eine Unterabteilung des Rates, berufen.

Ende Januar hatte Präsident Donald Trump den Geheimdienstdirektor Dan Coats und den Generalstabschef Joseph Dunford zu nichtständigen Mitgliedern im «Principals Committee» herabgestuft und dafür seinen Chefstrategen Steve Bannon in das wichtige Gremium gehievt. Kritiker sahen darin eine Politisierung des Gremiums zulasten der Fachkompetenz. Seitdem war über die Zukunft Bannons in dem Gremium spekuliert worden.

Es wird vermutet, dass Trumps nationaler Sicherheitsberater Herbert Raymond McMaster massgeblichen Einfluss auf die Umstrukturierung hatte. Der Drei-Sterne-General war im Februar als Nachfolger von Michael Flynn auf den Posten berufen worden, nachdem dieser wegen seiner Kontakte zum russischen Botschafter gehen musste.

Anders als Flynn oder Bannon hatte McMaster vorher keinerlei Verbindungen zu Trump. Er gilt im Unterschied zu beiden auch nicht als ideologischer Hardliner, sondern verkörpert traditionelle republikanische Standpunkte in der Aussen- und Sicherheitspolitik.

Einschätzung von SRF-Korrespondent Peter Düggeli

«Steve Bannon bleibt weiterhin ein sehr enger Berater von Präsident Trump. Er wurde lediglich aus dem Nationalen Sicherheitsrat geworfen. Bannon wurde seit langer Zeit kritisiert, auch wegen seinen extremen Ansichten in der Aussenpolitik und in der nationalen Sicherheit, aber auch bezüglich des Islams. Nach US-Medienberichten setzt sich mit dem Rauswurf der neue Chef des Nationalen Sicherheitsrats, General Herbert Raymond McMaster, durch. Er versucht nach den Peinlichkeiten um den vorhergehenden Chef, General Michael Flynn, aufzuräumen und im Sicherheitsrat wieder Ordnung zu bringen.»

Der Nationale Sicherheitsrat

Der Nationale Sicherheitsrat berät den US-Präsidenten in wichtigen Fragen der Aussen- und Sicherheitspolitik. Das Gremium wurde 1947 gegründet. Geleitet wird es vom Präsidenten oder Vizepräsidenten. Zu ständigen Mitgliedern gehören unter anderem die Minister der Ressorts Äusseres, Finanzen, Verteidigung, Energie, Justiz und Heimatschutz.

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13 Kommentare

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  • Kommentar von Ch. Helfenstein (Ch. Helfenstein)
    Deeskalation ist ja nett, bleibt aber die Frage, ob es für einen Präsidenten der USA nicht passender wäre, zuerst zu denken, auf unnötige Eskalationen zu verzichten. Eine geklebte Blumenvase, ist immer auch eine beschädigte Blumenvase.
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  • Kommentar von Hans Haller (panasawan)
    Sieht nach einem Kurswechsel oder verfeinerten Ausrichtung aus. Vielleicht musste er gehen um an anderer Stelle dennoch bleiben zu können. Mal sehen was da weiter kommt.
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  • Kommentar von Hans Bernoulli (H.Bernoulli)
    Es wird von einer massiven US-Truppenaufstockung und von US-Kriegsmaterialtransport nach Syrien berichtet. Dies entspricht einer Invasion! Sind die USA daran, ihren nächsten völkerrechtswidrigen Krieg vorzubereiten? Vor noch nicht allzu langer Zeit sprach sich Trump deutlich gegen einen Militäreinsatz in Syrien aus. Wie gesagt, er scheint jetzt zum Sprachrohr der US-Kriegstreiber geworden zu sein. Von den USA geht wieder die grösste Gefahr für den (Welt)frieden aus.
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