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International Türkische Regierung degradiert 350 Polizisten

Die türkische Regierung hat Hunderte Polizisten strafversetzt oder entlassen. Ein Teil von ihnen war in Führungspositionen. Die türkische Verwaltung muss sich derzeit mit einem massiven Korruptionsskandal beschäftigen.

Eine Polizeitruppe mit Schutzschild und Helm formiert sich zu einem Block.
Legende: Keine reine Weste: Zahlreiche türkische Polizisten wurden erneut ihres Amtes enthoben. Grund: Korruption. Reuters
Legende: Video Versetzungswelle bei der türkischen Polizei abspielen. Laufzeit 00:19 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 07.01.2014.

350 türkische Polizisten haben ihre bisherigen Funktionen aufgeben müssen. Sie wurden in eine neue Abteilung versetzt, degradiert oder entlassen.

Zuvor haben sie bei der Polizei in Ankara in den Abteilungen für Finanzkriminalität, für die Bekämpfung von Schmuggel und der organisierten Kriminalität gearbeitet. Die betroffenen Polizisten müssen nun bei der Verkehrspolizei oder in Stadt-Kommissariaten anpacken. Dies meldet die Nachrichtenagentur Dogan.

Die frei gewordenen Stellen wurden mit 250 Beamten neu besetzt. Sie kommen zum grossen Teil von ausserhalb Ankaras. Die Polizei hat zu den Informationen keine Stellung genommen.

Ermittlungen gehen weiter

Es handelt sich um die grösste Aktion gegen die Polizei seit Beginn des Korruptionsskandals vor rund drei Wochen. Die Justiz liess dutzende Verdächtige festnehmen, darunter ranghohe Politiker und Wirtschaftsführer aus dem Umfeld Erdogans.

Die Justiz ermittelt auch gegen die Söhne von drei Ministern. Erdogan tauschte daraufhin im Zuge einer Kabinettsumbildung die Minister aus.

Dreck am Stecken

Bei dem Skandal geht es um die Bestechung von Politikern, aber auch um illegale Goldgeschäfte der staatlichen Halkbank mit dem Iran und um Genehmigungen für Bauvorhaben. mehr

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2 Kommentare

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  • Kommentar von B. Kerzenmacher, Frauenfeld
    Damit dürfte sich dann wohl die Beitrittsverhandlung mit der EU erledigt haben. Es ist gar nicht mal die Tatsache der Korruption, sondern der Umgang mit dieser, die die Türkei inkompatibel mit dem Rechtsverständnis der EU machen.
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  • Kommentar von Christof Wahner, Landau
    Das ist ein wirklich differenzierter, bündiger Artikel über dieses komplexe und heikle Thema. Außerdem gibt es wieder einmal Hinweise, dass Täter und Opfer häufig mehr miteinander zu tun haben als man es wahrhaben mag, so dass man sich vom Schwarz-Weiss-Denken verabschieden muss.
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