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International Über 6000 gerettete Flüchtlinge an einem Wochenende

Im Mittelmeer haben europäische Schiffe auch am Sonntag wieder mehr als 2100 Flüchtlinge gerettet, die in viel zu kleinen und völlig überfüllten Booten in Richtung Europa unterwegs waren. Damit stieg die Zahl der am Wochenende im Mittelmeer geretteten Flüchtlinge auf weit über 6000.

Legende: Video Tausende Flüchtlinge aus Seenot gerettet abspielen. Laufzeit 01:16 Minuten.
Aus Tagesschau vom 03.05.2015.

Bereits am Samstag waren bei den von der italienischen Küstenwache koordinierten internationalen Einsätzen fast 3700 Bootsflüchtlinge aufgegriffen worden. So viele wie zuvor erst einmal an einem einzigen Tag.

Am Sonntag rettete Italien nochmals über 2100 Menschen, die in völlig untauglichen und überfüllten Booten Richtung Europa unterwegs waren. Unter ihnen auch Frauen und Kinder. Einige der Flüchtlinge wurden auf die italienische Insel Lampedusa gebracht. Die anderen sollten am Sonntagabend in Sizilien oder Süditalien ankommen.

Auch deutsche und französische Schiffe im Einsatz

Und auch in griechischen Gewässern wurden rund 500 Menschen aufgegriffen, ebenso viele von der libyschen Küstenwache. Damit allein an diesem Wochenende weit über 6000 Bootsflüchtlinge aus dem Mittelmeer gerettet. Viele von ihnen waren zum Teil in Schlauchbooten dutzende Kilometer von der Küste entfernt in Seenot geraten.

Inzwischen beteiligen sich auch Schiffe aus Frankreich und Deutschland an den Such- und Rettungsaktionen im Rahmen der EU-Grenzschutzmission «Triton». Nach mehreren Flüchtlingskatastrophen im Mittelmeer hat die Europäische Union die Mittel für ihre Grenzschutz-Einsätze im April verdreifacht.

Hunderte Tote seit Anfang Jahr

Mindestens 10 Flüchtlinge starben am Wochenende bei der gefährlichen Überfahrt von Libyen nach Italien. Sieben wurden tot in zwei vollbesetzten Schlauchbooten vor der libyschen Küste entdeckt. Drei weitere Flüchtlinge ertranken, als sie ins Meer sprangen, um ein Schlepperschiff zu erreichen, das ihnen zu Hilfe eilen wollte.

Allein in den ersten Monaten dieses Jahres kamen damit im Mittelmeer fast 1800 Flüchtlinge ums Leben – 30 Mal mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Die bislang grösste Katastrophe ereignete sich Ende April, als beim Untergang eines völlig überladenen Schiffes vor der Küste Libyens möglicherweise mehr als 800 Menschen starben.

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121 Kommentare

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  • Kommentar von m.mitulla, wil
    Gerne versuche ich es noch einmal mit einer Antwort, vielleicht ohne Zensur??? @E.Jenni. Die USA veröffentlichen ihre Strategien selber, z.B. George Friedman in seiner Rede vom 4.2.15. Ich empfehle Beiträge von Peter Scholl-Latour zu lesen oder die Geschichte der Kriege der letzten ca.50 Jahre. Sehen sie sich folgenden ZDF-Doku an: War made easy - Wenn Amerikas Präsidenten lügen. Lesen Sie Inhalt u. Entstehung des "Patriot Act" oder Ermächtigungsgesetze für den Präsidenten zu Kriegsführung….
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    1. Antwort von Erwin Jenni, Ottikon
      @mitulla: Danke für ihre Belehrung. Ein kleiner Hinweis: Es ist immer eine Frage der verschiedenen Quellen und Standpunkte. Ich könnte ihnen genauso gut das Gegenteil darlegen und bitte seien sie nicht blauäugig wenn es um Weltmachtgelüste geht. Da können, ja müssen sie Mächte wie China, Russland, die EU genauso erwähnen. Das Dreckspiel machen alle mit, nur mit underschiedlichen Karten! Ich wehre mich einfach gegen Tendenzen, die völlig einseitig und undifferenziert sind.
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    2. Antwort von m.mitulla, wil
      Sie Hatten gefragt, E.Jenni. Schon klar, einseitige und indifferenzierte Tendenzen sind wirklich ärgerlich. Wichtig ist es, das Gesamte im Auge zu behalten, sich aus verschiedenen Quellen zu informieren und selber zu denken.
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  • Kommentar von Björn Christen, Bern
    Interessanter Artikel vom 1. Mai in der FAZ: Gemäss einer neuen Studie von Forschern des angesehenen Oxforder International Migration Institute (IMI), beträgt der Anteil afrikanischer Auswanderer, die auf der Flucht vor politischer Verfolgung oder gewalttätigen Konflikten sind, nur etwa vierzehn Prozent. D.h., 86% sind reine Wirtschaftsmigranten, die angesichts von Rekordjugendarbeitslosigkeit und 120 Mio. Menschen, die in Europa an oder unter der Armutsgrenze leben, hier nichts verloren haben.
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    1. Antwort von m.mitulla, wil
      @ B.Christen. Ich teile Ihre Ansicht, dass Europa nicht alle ausreisewilligen Afrikaner integrieren kann, ohne sich ökonomisch und gesellschaftlich zu destabilisieren. Trotzdem frage ich mich, wie konkret wollen Sie die Menschen aufhalten? Sie kommen einfach... und sie stellen Forderungen... und sie wollen bleiben... im gelobten Land. DAS sind Facts - ohne Schuldzuweisungen. Ich meine, wir sollten endlich fairen Handel treiben mit den Ländern in Afrika.
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    2. Antwort von Björn Christen, Bern
      @mitulla - Wenn ich vor die Wahl gestellt werde, ob ich Europa als Europa erhalten oder eine aggressive Landnahme durch Abermillionen von Afrikanern mit allen Konsequenzen (= Zusammenbruch der Sozialsysteme, steigende Arbeitslosigkeit und Kriminalität, und letztendlich Bürgerkrieg) über mich ergehen lassen soll, dann ist die Frage, "wie konkret wollen Sie die Menschen aufhalten?" schnell beantwortet. Knallhart: In dem ich sie entweder absaufen lasse oder JEDEN wieder nach Afrika zurückbringe!
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  • Kommentar von Rudolf R. Blaser, Aeschi
    LEUTE, wäre ichAfrikaner,wäre ich ja nichtDUMM+überlegte,dass ich inEuropa vielleicht5 Fr,€,£oder$/TAGverdienente,MEHR,als ichIN1NEM JAHRinAfrika ergattern könnte+würde mich somitSOFORTauf denWeg machen,wie die Goldgräber nach demSacramento oder dem Yukon.Somit istMILLIONEN von trostlosen+ ruinierten Afrikanern nur mit SEEBLOCKADE zu begegnen+Flüchtlinge sind von denStaaten aufzunehmen,welche denMuammar al-Gaddafi bombardierten. Frage:WelcheRolle spielte damals eigentlich unsereFrau M.Kalmirei?
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