UNO-Sicherheitsrat fordert Rückzug der Rebellen in Zentralafrika

Das höchste UNO-Gremium fürchtet um die Sicherheit in der Zentralafrikanischen Republik: Es appelliert an die Rebellen, die eroberten Gebiete aufzugeben und auf Gewalt zu verzichten. Diese griff im Dezember zu den Waffen und setzt die Regierung seither unter Druck.

Soldaten mit Waffen auf einem Pickup Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Soldaten verstärken ihre Präsenz in Bangui, nachdem die Rebellen in Richtung der Hauptstadt vorgerückt sind. reuters/archiv

Sie sollen «alle Feindseligkeiten einstellen, aus den besetzten Städten abziehen und die Versuche einstellen, weiter vorzurücken». Das fordert der Sicherheitsrat der Vereinigten Nationen in New York von der Rebellenbewegung Séléka in der Zentralafrikanischen Republik.

Bereits Ende Dezember hatte die UNO einen ähnlichen Appell an die Séléka gerichtet. Dennoch waren die Rebellen bis 160 Kilometer nördlich der Hauptstadt Bangui vorgerückt.

Staatschef Bozizé soll zurücktreten

In seiner neuen Erklärung warb der Sicherheitsrat überdies für die in Libreville geplanten Friedensgespräche, welche die Zentralafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft (ECCAS) organisiert.

Ein Séléka-Sprecher hatte am Freitag gesagt, die Rebellenbewegung sei über die geplanten Gespräche nicht informiert worden. Zugleich forderte er, dass Zentralafrikas Staatschef François Bozizé im Rahmen eines Friedensvertrages zurücktreten müsse.

Séléka hatte am 10. Dezember in Zentralafrika zu den Waffen gegriffen, um von der Regierung der früheren französischen Kolonie die Umsetzung mehrerer Abkommen zu fordern. Seitdem brachte sie weite Teile des Landes unter ihre Kontrolle.