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International US-Drohne tötet Nummer Zwei des IS

Die Nummer Zwei der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) ist bei einem US-Drohnenangriff im Irak getötet worden. Hadschi Mutas sei am Dienstag ums Leben gekommen, teilte das Weisse Haus mit.

Transportmaschine wenig über Boden.
Legende: Eine US-Transportmaschine startet Anfang August im türkischen Adana: Die USA haben im Kampf gegen den IS aufgerüstet. Reuters

Hadschi Mutas galt als wichtiger Stellvertreter von IS-Anführer Abu Bakr al-Bagdadi im Irak. Er wurde für umfangreiche Waffenlieferungen verantwortlich gemacht, für den Transport von Geldern und Menschen.

Mutas war Ende 2014 schon einmal für tot erklärt worden, anders als jetzt habe es sich damals im Dezember um falsche Informationen gehandelt, berichteten mehrere US-Medien. Mutas war auch unter dem Namen Fadhil Ahmad al-Hajali bekannt.

Chefkoordinator für Waffen, Fahrzeuge und Kämpfer

Nach Angaben von Ned Price, Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates der USA, befand Mutas sich während des Angriffs gemeinsam mit einem anderen Kämpfer in der Nähe von Mossul in einem Fahrzeug.

Den Angaben zufolge war Mutas Mitglied des IS-Regierungsrates und ein Chefkoordinator für die Bewegung von Waffen, Sprengstoff, Fahrzeugen und Kämpfern zwischen Syrien und dem Irak. Insbesondere im Irak soll er Einsätze mitgeplant haben, darunter die Offensive auf die zweitgrösste Stadt Mossul im Juni vergangenen Jahres. Wie viele führende Dschihadisten im Irak gehörte er der irakischen Zelle des Terrornetzwerks Al-Kaida an, bevor er sich dem IS anschloss.

IS dürfte schnell Ersatz für Mutas finden

Price sagte, Mutas' Tod werde sich sehr nachteilig auf die Operationen des IS auswirken, da dieser für Finanzen, Medien, Einsätze und Logistik verantwortlich gewesen sei. Der IS gilt allerdings als so gut und dicht organisiert, dass ein baldiger Ersatz der getöteten Nummer Zwei wahrscheinlich ist.

Die USA bekämpfen mit einer Reihe anderer Länder den IS. Die Allianz versucht, die Ausbreitung des IS in Syrien und im Irak zu stoppen. Am Widerstand gegen den IS beteiligen sich etwa 40 Länder, aber nicht jede Nation greift dabei militärisch ein.

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15 Kommentare

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  • Kommentar von Charles Halbeisen, Bronschhofen
    Letztlich entscheidend wird sein, ob der Westen genug Geld hat, die IS über Jahre hinweg zu bekämpfen
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  • Kommentar von Charles Halbeisen, Bronschhofen
    Die Stärke der Islamisten kommt aus der Zerstrittenheit und Uneinigkeit des Westen, aus der unendlichen Multi-Kulti-Gesellschaft, die gar nicht mehr mit einer Stimme reden kann, voller Schuldkomplexe ist und daher schwach und anfällig für Angriffe.
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    1. Antwort von Markus Hilfiker, Aesch
      Die Multi-Kulti-Gesellschaft selbst ist nicht das Problem. Die Schweiz ist schliesslich ein gutes Beispiel dafür, dass das Zusammenleben funktionieren kann. Probleme gibt es vor allem, wenn Teile der Gesellschaft am Mitgestalten gehindert werden, indem eine Mehrheit den Minderheiten keine Zugeständnisse macht.
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    2. Antwort von M.Keller, Olten
      @Hilfiker; warten Sie doch noch ein paar Jahre, dann wird aus der heutigen Minderheit eine Mehrheit. Auch die Schweiz befindet sich (Aufnahme von wie viele Flüchtlingen/Tag?) auf diesem Weg. Rechnen Sie dies auf auf die nächsten 5 Jahre.......
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  • Kommentar von Jonas blattet, Bern
    Und immer wieder heisst es hier, dass niemand etwas gegen den IS unternimmt. Und fast täglich werden durch US Streitkräfte IS Terroristen getötet. Da wird nicht nur lamentiert und genörgelt sondern etwas getan. Besten Dank dafür.
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    1. Antwort von Hans Leuenberger, Aarwangen
      Etwas getan auf diese Art und Weise ist reine Gewissensberuhigung; etwa so, wie wenn Sie für die Erdbebenopfer von Nepal einen Franken in die Sammelbox der Glückskette einlegen. Viel vom Elend in den arabischen Staaten ist von den Amerikanern hausgemacht. Da braucht es zur Wiedergutmachung mehr als ein paar gezielte Drohnenangriffe.
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    2. Antwort von P. Manser, St. Gallen
      Die USA operiert hauptsächlich im Nordosten des Iraks. Wieso? Weil da 80% des irakischen Erdöl liegen. Die Erdölfelder werden durch die aufgerüsteten Kurden und durch eigene Truppen geschützt. Was sonst im Irak und in Syrien abgeht ist ihnen relativ Wurst.
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    3. Antwort von David Neuhaus, Winterthur
      Besten Dank? Sie bedanken sich für alle getöteten Zivilisten, Frauen und Kinder? Gohts no? Ist es nicht so, dass genau die bei denen Sie sich bedanken, die IS gefördert und aufgebaut haben um Regierungen zu stürzen die nicht in ihrem Interesse waren? Und nun, nach unzähligen Toten, bekämpfen sie sie weil sie sich nicht mehr steuern lassen? Und dafür Danke?
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