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Legende: Audio Fed-Chef Powell lässt sich von Trump nicht beirren abspielen. Laufzeit 01:22 Minuten.
01:22 min, aus HeuteMorgen vom 20.12.2018.
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US-Geldpolitik Die Notenbank dreht an der Zinsschraube

  • Die US-Notenbank schraubt den Leitzins weiter in die Höhe.
  • Es ist die vierte Erhöhung der Leitzinsen im ablaufenden Jahr.
  • Der Zins steigt vor dem Hintergrund der boomenden Wirtschaft um einen weiteren Viertelpunkt auf die neue Spanne von 2,25 bis 2,5 Prozent.

Trotz harscher Kritik aus dem Weissen Haus schraubt die US-Notenbank Fed den Leitzins weiter in die Höhe und will 2019 nachlegen. Der Schlüsselsatz zur Versorgung der Geschäftsbanken mit Geld steigt um einen Viertelpunkt auf die neue Spanne von 2,25 bis 2,5 Prozent, wie die Währungshüter um Fed-Chef Jerome Powell am Mittwoch mitteilten.

Legende:
Entwicklung der Leitzzinsen von 2015 bis 2018 So haben sich die Leitzinsen der EU, Schweiz und USA entwickelt. FED/SNB/EZB

Es ist angesichts der boomenden Wirtschaft bereits der vierte Schritt nach oben in diesem Jahr. 2019 sollen nur noch zwei Anhebungen folgen. Im September hatte die Fed noch drei Erhöhungen signalisiert.

Schwedische Notenbank mit erster Zinsanhebung seit sieben Jahren

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Die Notenbank Schwedens hat ihren Leitzins erstmals seit sieben Jahren angehoben. Wie die Reichsbank mitteilte, steigt der Leitzins um 0,25 Punkte auf minus 0,25 Prozent.

Es ist die erste Erhöhung seit Mitte 2011. Fachleute hatten eine Anhebung nicht für unmöglich gehalten, mehrheitlich einen solchen Schritt aber zu einem späteren Zeitpunkt erwartet. Die schwedische Krone wertete nach dem Schritt zum US-Dollar um gut ein Prozent.

In Japan ist ein Ende der jahrelangen ultralockeren Geldpolitik nicht in Sicht. Notenbank-Chef Haruhiko Kuroda deutete wegen des ungelösten US-Handelstreits mit China und wachsender Konjunktursorgen sogar an, wenn erforderlich die geldpolitische Unterstützung noch auszubauen.

Stärkung des US-Dollars

Steigende Zinsen können durchaus ein Problem für die amerikanische Wirtschaft sein, meint SRF-Börsenkorrespondent Jens Korte. Trotz der längsten Expansionsphase in der Geschichte könnten steigende Zinsen das Wirtschaftswachstum abwürgen. Auch die Hypothekarzinsen könnten steigen, was negative Auswirkungen auf den Immobilienmarkt haben würde. Vor allem würde es aber den US-Dollar stärken. «Auf der anderen Seite hat man mit steigenden Zinsen aber auch eine Möglichkeit auf eine zukünftige Krise besser zu reagieren», so Korte.

Legende: Video Korte: «Mit höheren Zinsen kann besser auf Krisen reagiert werden» abspielen. Laufzeit 00:25 Minuten.
Aus News-Clip vom 19.12.2018.

Keine politische Einflussnahme

Kurz vor Beginn der Zinssitzung hatte US-Präsident Donald Trump erneut versucht, die unabhängigen Währungshüter unter Druck zu setzen. Per Twitter warnte er die Fed davor, die an den Finanzmärkten erwartete Zinsanhebung zu beschliessen. Die Notenbanker dürften keinen «weiteren Fehler» machen.

Der Notenbankchef Jerome Powell dagegen hat mehrfach betont, dass sich die Fed nicht von Washington oder Präsident Trump ablenken lasse. Eine politische Einflussnahme scheint bei der Notenbank überhaupt kein Thema zu sein, meint der SRF-Börsenkorrespondent.

Legende: Video Korte: «Die amerikanische Notenbank lässt sich nicht beeinflussen» abspielen. Laufzeit 00:21 Minuten.
Aus News-Clip vom 19.12.2018.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Willi Fetzer (wi)
    Wie heisst es doch so "schön", wenn Du nicht reich wärst, wär ich nicht arm. Es gibt immer jemand, der draufzahlt. Und dass sind immer die Armen! Das fiese und erbärmlich jedoch ist, dass das die Politik erst möglich macht(e).
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  • Kommentar von Rolf Künzi (Unbestimmt)
    Wie unabhängig die FED wirklich ist, auf jeden Fall zahlt sie den Banken 6 Prozent auf die Aktien(Besitzer) die meistens Banken sind. Die FED erhöht die Geldmenge pro Jahr um 750 Milliarden. Da gibt es schon persönliche Interessen denn dahinter sind immer Besitzer. Der Besitzer ist eben nicht der Staat und das gemeine Volk. Es sind Familien und Personen. Banken und Öl usw. Sind sehr eng vernetzt. Und somit auch die Gewinne.
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  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Hat Trump sehr gut gemacht. Wenn er einen Zinsanstieg gewollt hätte, hätten die Linken getobt bis die FED es sich anders überlegt hätte. Manchmal kommt man mit List weiter.
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    1. Antwort von Ivan Mathis (Platon)
      Insbesondere die Schwellenländer können Trump dankbar sein: Je höher die Zinsen umso höher der Dollarkurs und somit umso kleiner die Kaufkraft der Schwellenländer.
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