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International US-Soldaten kämpfen an vorderster Front gegen Terrormiliz IS

Das US-Militär ist am Boden stärker in den Kampf gegen die Terrormiliz IS involviert, als bisher angenommen. Dies räumten das Pentagon und US-Präsident Barack Obama nach dem Tod eines Unteroffiziers im Nordirak ein.

Die US-Militärbasis in Dover, der Leichnam des Soldaten im Sarg mit US-Flagge
Legende: Die Leiche des am 19. März gefallenen Soldaten wurde inzwischen in die USA überführt. Keystone

Der Militäreinsatz der USA im Kampf gegen die Terrormiliz «Islamischer Staat» (IS) im Irak ist grösser als bislang bekannt. Das Pentagon räumte ein, dass rund 200 US-Marineinfanteristen mit schwerer Artillerie im Nordirak im Einsatz seien.

Die Stationierung liess sich nicht mehr verbergen, nachdem ein Soldat der Einheit am Wochenende getötet worden war. US-Präsident Barack Obama bestätigte am Rande seines Besuches in Kuba, dass am Samstag ein Unteroffizier bei einem Raketenangriff des IS ums Leben gekommen sei.

Direkt im Kampfgeschehen involvierte Soldaten

Nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums war die Artillerie-Stellung vor zwei Wochen in der Nähe der nordirakischen Stadt Machmur eingerichtet worden. Die Einheit unterstütze mehrere tausend irakische Soldaten, die in dem Gebiet gegen die sunnitischen Terrorbanden kämpften. Laut Pentagon handelt es sich um die erste Artillerie-Stellung der US-Armee in dem Konfliktgebiet.

Die USA fliegen seit dem Sommer 2014 an der Spitze einer internationalen Koalition Luftangriffe auf mutmassliche IS-Ziele in Syrien und im Irak. Für den Kampf am Boden setzt Washington dagegen auf verbündete syrische Rebellen, kurdische Verbände und die irakische Armee, die mit Waffenlieferungen und Militärausbildern unterstützt werden.

Zwar sind zunehmend auch US-Spezialkräfte präsent, um die verbündeten Einheiten an der Front zu beraten und Kommandoeinsätze gegen IS-Anführer auszuführen. Einen gross angelegten Einsatz von Bodentruppen lehnt Obama aber ab. Mit der Artillerie-Stellung im Nordirak greifen die USA nun aber direkt in das Kampfgeschehen am Boden ein.

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21 Kommentare

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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    Es geht im Syrienkrieg gar nicht darum, ob B. al-Assad ein Despot ist oder nicht. Ginge es darum, müssten die muslimischen Extremisten erst recht gegen das saudische Herrscherhaus wüten. Tun sie aber nicht, denn das sind ja keine Schiiten oder Alawiten, sondern Wahabiten, fromme Muslime wie die Sunniten. Es geht hier nicht um freiheitsliebende Demokraten vs. Despoten. Es geht nur um religiösen Fanatismus.
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  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Die USA und andere grosse Waffenhersteller suchen sich bewusst reale Versuchsfelder für ihre neuesten Waffenkreationen. Das Ganze wird dann als Hilfe/Sturz von Diktatoren verkauft etc. verkauft. Dabei sind die USA nach wie vor die besten "Verkäufer" Es wird allerorts gelogen, dass sich die Balken biegen. Die Partner machen aus unterschiedlichsten Gründen bei diesen dreckigen Spielen mit. Obwohl Verantwortliche bestens informiert sind, wird mit grossem Aufwand vertuscht.
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    1. Antwort von Thomas Leu (tleu)
      @ Christian Szabo: Woher kommt nur Ihr USA-Hass? Denken Sie mit den Russen oder Chinesen würden wir besser fahren? Da diese Länder keine Demokratien sind, erfahren wir deren Spielchen nicht einmal. Da ist mir die USA immer noch lieber.
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    2. Antwort von Christian Szabo (C. Szabo)
      @Leu: Eines Tages, wenn die Akten der USA öffentlich werden, wird sich zeigen, was Wahrheit oder Verschwörung ist. Ich hasse die USA nicht. Mir geht nur ihre Selbstherrlichkeit auf die Nerven, mit der sie ihre Art des Lebens als erstrebenswert für die ganze Welt ansehen. Seit den Wk'en haben sie ihre Macht kontinuierlich vergrößert. Die Methoden sind bekannt. Die US-Propaganda in allen Medien ist ein starkes Stück.
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    3. Antwort von Hans Bernoulli (H.Bernoulli)
      @ T. Leu: Es geht nicht um Hass, sondern um Fakten, genau wie es gegenüber Stalin, Hitler oder Mao nicht um Hass geht sondern um Fakten bezüglich deren Verbrechen. Die Verbrechen der USA lassen sich mit denjenigen der schlimmsten Regierungen dieser Welt vergleichen. Das positive Bild der USA ist reine Propaganda. Da ist nicht viel Positives an der Politik dieses Landes in den letzten 100 Jahren, gemessen an all ihren Verbrechen (siehe u.a. Antony C. Sutton, John Perkins, Paul Craig Roberts)
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  • Kommentar von Fredchen Schoch (Verschwörer)
    Die USA im "Kampf" gegen den IS? Jeder der sich aus unabhängigen Medien informiert weiss welche Nationen den IS finanziell und logistisch unterstützen.Es ist bekannt wo und wann der Yankee-Dschihad-Club Namens IS entstanden ist, nämlich im Irak nach "getaner Arbeit" der US Koalition gegen die Massenvernichtungswaffen. Der Jemenkrieg wird von Leitmedien ignoriert, die Wahrheit über Lybien wurde von Westmedien nie abgedruckt!! Atlantikbrücke lässt grüssen.-schönen friedlichen Tag allen da draussen
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