US-Vorwahl – Bernie Sanders gewinnt in Wyoming

Es ist das siebte Mal in Folge, dass der Senator aus Vermont eine Vorwahl gegen Konkurrentin Hillary Clinton gewinnt. Trotzdem liegt sie immer noch deutlich vorne.

US Ergebnisse der US-Vorwahlen (Stand 10. April 2016) Bei den Republikanern (Rot) werden 1237 Delegiertenstimmen benötigt, um als Kandidat nominiert zu werden. Bei den Demokraten (Blau) sind es 2383.

Bernie Sanders hat die Präsidentschaftsvorwahl der US-Demokraten im Bundesstaat Wyoming klar gewonnen. Der Senator von Vermont erhielt rund 56 Prozent der Stimmen, seine Konkurrentin Hillary Clinton kam auf 44 Prozent.

Es ist bereits das siebte Mal in Folge, dass Sanders in einer Vorwahl gegen die frühere Aussenministerin gewinnt. Deutlich aufholen konnte er indes nicht. Clinton liegt immer noch weit vorn und bleibt damit die Favoritin der Demokraten. Auch der Sieg in Wyoming nützt Sanders nichts, denn die 14 Delegiertenstimmen, die dort zu gewinnen waren, werden proportional zum Ergebnis verteilt. Daher gehen je sieben Stimmen an Sanders und Clinton.

7 Delegierte für Sanders und Clinton

Anders als bei den Republikanern werden die Delegiertenstimmen bei den Demokraten stets anteilsmässig vergeben. Clinton sammelt also auch dann Stimmen, wenn sie nur Zweite wird. Nach der Vorwahl in Wyoming führt Clinton nun mit 1305 Stimmen vor Sanders mit 1086. Um Präsidentschaftskandidat der Demokraten zu werden, sind 2383 Delegiertenstimmen erforderlich.

Am 19. April steht die Vorwahl in New York an, wo es um 291 Delegierte geht. Dort hofft Clinton auf ein Heimspiel, schliesslich war sie einst Senatorin des Bundesstaates.

Cruz sichert sich Colorado

Bei den Republikanern hat derweil Multimilliardär Donald Trump eine weitere Niederlage einstecken müssen. In Colorado sicherte sich Hauptrivale Ted Cruz am Samstag alle 13 zu vergebende Delegierten. Zuvor hatte er bei Versammlungen in den sieben Bezirken des Staates in dieser Woche alle weiteren 21 Stimmen der Wahlmänner und Wahlfrauen eingeheimst.

Wer hat bisher welche Vorwahl gewonnen?

Demokraten

Republikaner
Hillary Clinton (20)
Alabama, Arizona, Arkansas, Amerikanisch Samoa (US-Aussengebiet), Florida, Georgia, Illinois, Iowa, Louisiana, Marianen (US-Aussengebiet), Massachusetts, Mississippi, Nevada, North Carolina, Ohio, Samoa (US-Aussengebiet), South Carolina, Tennessee, Texas, VirginiaDonald Trump (20)
Alabama, Arizona, Arkansas, Florida, Georgia, Hawai, Illionis, Kentucky, Louisiana, Marianen, Massachusetts, Michigan, Mississippi, Nevada, New Hampshire, North Carolina, South Carolina, Tennessee, Vermont, Virginia
Bernie Sanders (16)
Alaska, Colorado, Hawaii, Kansas, Idaho, Maine, Michigan, Minnesota, Nebraska, New Hampshire, Oklahoma, Utah, Vermont, Washington, Wisconsin, Wyoming Ted Cruz (11)
Alaska, Colorado, Kansas, Idaho, Iowa, Maine, Oklahoma, Texas, Utah, Wisconsin, Wyoming

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