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US-Wahlen Melania umgarnt Frauen für Donald

Man hatte schon gemunkelt, wo Melania Trump denn sei: Nun hat sie im Wahlkampf für ihren Mann Donald geworben. In einem besonders wichtigen Swing State ging es vor allem um die Stimmen der Frauen.

Legende: Video Melania Trumps ganze Rede (Originalton) abspielen. Laufzeit 15:00 Minuten.
Aus News-Clip vom 04.11.2016.

Wenige Tage vor der Präsidentenwahl in den USA hat Melania Trump für ihren Mann Donald den ersten Wahlkampfauftritt seit Juli absolviert.

«Er wird ein fantastischer Präsident sein»

Sie bemühte sich, ein weicheres Bild des oft polternden und ausfälligen Präsidentschaftskandidaten zu zeichnen. Donald Trump habe einen tiefen Respekt und grosse Liebe für die USA. «Er wird ein fantastischer Präsident der USA sein», sagte sie.

Trump trat im Örtchen Berwyn unweit der Stadt Philadelphia in Pennsylvania auf, einem besonders wichtigen und am härtesten umkämpften Bundesstaat. Donald Trumps Team versucht, in den letzten Tagen vor der Wahl vor allem bei Frauen noch Boden gut zu machen. Hillary Clinton liegt vor allem bei den Frauen mit höheren Bildungsabschlüssen deutlich vorne. Sie sind eine ihrer wichtigsten Wählergruppen.

«Er weiss ganz gut, wie man die Dinge durcheinander bringt»

«Das ist keine normale Kampagne, dies ist eine Bewegung», sagte Trump vor Anhängern, die die Halle in Berwyn füllten. «Er weiss ganz gut, wie man die Dinge durcheinander bringt, oder?» Donald Trump wisse, wie man wirklichen Wandel veranstalte. Er sei von den Problemen durchschnittlicher Amerikaner immer sehr bewegt gewesen und wolle nun helfen, die Probleme des Landes zu lösen.

Trump werde als Präsident nur den Menschen verantwortlich sein und niemandem sonst. «Lasst uns Amerika wieder grossartig machen – das ist für Donald nicht nur ein Slogan, das treibt ihn vom ersten Tag an um, an dem ich ihn traf», sagte die Frau des Milliardärs weiter. Donald sei immer sehr aufgebracht gewesen, wenn eine Fabrik etwa in Ohio oder in Pennsylvania geschlossen worden sei.

«Ich werde eine Anwältin der Frauen und Kinder sein»

Zu ihrer möglichen Rolle als First Lady sagte Trump, dass sie sich jeden Tag dafür einsetzen werde, das Leben von Frauen in den USA zu verbessern. «Es wäre mir eine Ehre, diesem Land zu dienen. Ich werde eine Anwältin der Frauen und Kinder sein», sagte sie.

Legende: Video Clinton vs. Trump abspielen. Laufzeit 01:24 Minuten.
Aus Tagesschau vom 01.11.2016.

Die Frau des Kandidaten, der unter anderem ganze Bevölkerungsgruppen reihenweise beleidigt hat, sagte: «Unsere Kultur ist zu rau und zu gemein geworden, vor allem zu Kindern und Jugendlichen.» Sie warnte vor den Gefahren von Online-Mobbing, denn soziale Medien seien doch ein zentraler Bestandteil des Lebens. Donald Trump ist für wüste Ausfälle auf Twitter bekannt. Seine Frau sagte, man müsse die Jugend wieder amerikanische Werte lehren.

«Wenn Du es träumen kannst, kannst Du es auch bekommen»

Für sie sei Amerika immer eine Art Sehnsuchtsort gewesen, sagte Trump, die aus Slowenien stammt. «Amerika, das meinte für mich: Wenn Du es träumen kannst, kannst Du es auch bekommen.» Trump sagte: «Bürger der USA zu sein, das ist eines der grössten Privilegien der Welt.»

Die letzte Rede, die Melania Trump zuvor gehalten hatte, war nicht gut ausgegangen. Sie hatte Teile ihrer Ansprache auf dem Parteitag der Republikaner im Juli bei First Lady Michelle Obama abgekupfert. Trump war dafür schwer kritisiert worden.

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31 Kommentare

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  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Im Grunde geht es den meisten Trump-Anhängern darum, die bisherige "weisse" Herrschaft in den USA zu konservieren. Die Gründe sind überaus vielseitig, doch gemeinsam ist die Furcht, bald nicht mehr die bestimmende Gruppe zu sein. Das hat ökonomische, soziale und religiöse Ursachen. Sie wollen auch in Zukunft in einer eigenen Welt leben. Die Reichen machen es mit abgegrenzten Siedlungen, Andere mit Gemeinschaften, in der Fremde rigoros abgelehnt werden.
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  • Kommentar von Erich Nussbaum (Erich Nussbaum)
    Melania Trumps Leistungsausweis: Mit 17 Abgang von der Schule und Arbeit als Model. Später heiratete sie Donald Trump und wurde Hausfrau und Mutter. Michelle Obama studierte an der Princeton University, die sie mit dem Bachelor of Arts abschloss. Daraufhin studierte sie an der Harvard University und schloss als "Juris Doctor" ab. Sie ist Mutter zweier Töchter. Man kann davon ausgehen, dass sie in der Lage ist, selber eine Rede zu schreiben.
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    1. Antwort von E. Waeden (E. W.)
      Schon irgendwie erbärmlich, wie hier Frauen nach ihrem Leistungsausweis bewertet werden. Macht das Princeton University Studium inkl. Bachelor Frau Obama deshalb automatisch zum besseren Menschen? Und welche Leistungsausweise hatten denn bisherige First Ladys vorzuweisen? Nur weil sie aus der besseren Gesellschaft stammten, macht es sie nicht besser. Prinzipielle sollte man Menschen nicht nach ihrer Herkunft & Ausbildung beurteilen. Wird Trump Präsident, hat auch sie eine Chance verdient. Punkt.
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  • Kommentar von Wolfgang Bortsch (a2b3c4d5)
    Im Laufe der nächsten Woche werden wir mehr wissen. Mehr ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht mehr zu sagen. Auch ob MELANIA TRUMP sich als Anwältin von Frauen und Kindern in Szene setzen kann !
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