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US-Wahlen Obama: «Hatte ausgezeichnetes Gespräch mit Trump»

US-Präsident Barack Obama hat seinem designierten Nachfolger Donald Trump bei einem Treffen im Weissen Haus seine Unterstützung zugesagt. Seine Regierung werde ihr «Möglichstes» tun, um dem neu gewählten Staatschef zu helfen.

Für die Übergabe der Amtsgeschäfte hat US-Präsident Barack Obama seinen Nachfolger Donald Trump im Weissen Haus empfangen. Obama und Trump versicherten nach dem Gespräch im Oval Office, alles für eine friedliche Übergabe der Macht in den USA zu tun. «Meine Priorität in den nächsten zwei Monaten ist es, dafür zu sorgen, dass der gewählte Präsident erfolgreich sein wird», sagte Obama.

Es war mir eine grosse Ehre.
Autor: Trump zu Obama
Obama und Trump geben sich die Hand
Legende: US-Präsident Obama und sein Nachfolger Trump versichern, alles für eine friedliche Übergabe der Macht in den USA zu tun. Reuters

Obama und Trump haben sich zuvor noch nie persönlich getroffen. Für das Gespräch waren 10 bis 15 Minuten geplant gewesen. Es seien aber anderthalb Stunden daraus geworden, und es hätte für seinen Geschmack noch länger dauern können, sagte Trump.

«Ich freue mich auf die Zusammenarbeit, das schliesst auch seinen Rat ein», sagte Trump an Obama gerichtet. Bei dem 90-minütigen Treffen seien auch «schwierige» Themen angesprochen worden.

Wenn Sie Erfolg haben, dann hat das Land Erfolg.
Autor: Obama zu Trump

Während der Besprechung der Präsidenten war auch eine Begegnung der Ehefrauen angesetzt. First Lady Michelle Obama traf sich separat mit Melania Trump. Auch Vizepräsident Joe Biden sprach mit seinem designierten Nachfolger Mike Pence.

Melania und Donald Trump
Legende: Melania und Donald Trump kommen in Washington an. EBU

Trump flog mit seinem Privatflugzeug von New York nach Washington D.C. und traf um 11 Uhr im Weissen Haus ein. Er hatte es aber abgelehnt, eine sonst übliche Gruppe von Medienleuten (Pool-Reporter) mitzunehmen, um über das erste Treffen mit Obama zu berichten.

Trump aktiv für die «Transition»

Diese Phase des Machtwechsels («Transition») ist extrem wichtig. Das Land und die Regierung können nicht pausieren, die Amtsgeschäfte nicht ruhen. Zudem ist die Menge der Aufgaben und Herausforderungen zu gross, um sie innerhalb weniger Tage von einer Regierung an die nächste zu übergeben.

Für den neuen Regierungsstab von Trump geht es nun darum, den Grundstein für die Präsidentschaft zu legen. Das heisst, Kabinettsposten in der Regierung zu besetzen zu finden.

Dabei dürfte Trump nun Politiker und Berater auswählen, die ihm in den vergangenen Wochen selbst dann die Treue hielten, als seine Niederlage schon ausgemacht schien.

Der Schlüsselposten des künftigen Stabschefs im Weissen Haus soll möglichst rasch besetzt werden. Laut US-Medienberichten soll der Parteivorsitzende der Republikaner, Reince Priebus, sowie Trumps erster Wahlkampfmanager Corey Lewandowski sollen die besten Karten haben.

Als Aussenminister werden Newt Gingrich, ehemaliger Sprecher des Repräsentantenhauses (1995-1999), Senator Bob Corker aus Tennessee und der frühere UNO-Botschafter John Bolton gehandelt.

Als Justizminister werden der Gouverneur von New Jersey, Chris Christie, sowie der ehemalige New Yorker Stadtpräsident, Rudy Giuliani, genannt.

Massnahmen gegen Obamas Präsidialerlasse

Trumps enger Vertrauter Chris Christie leitet das Team. Er soll laut US-Medienberichten unlängst vor Lobbyisten in Washington gesagt haben, dass man sich in der Zeit bis zum 20. Januar ganz genau anschauen werde, was man von Obamas Politik rückgängig machen könne.

Die Administration Trump hat inzwischen mit «Great Again» eine neue Website für ihre Regierungsarbeit aufgeschaltet.

Auch auf Twitter unter @transition2017 richtet sich die neue Regierung an die Öffentlichkeit. Der erste Tweet von Mittwochnacht lautete:

«In gemeinsamer Arbeit werden wir mit der dringenden Aufgabe beginnen, unsere Nation wieder aufzubauen und den amerikanischen Traum zu erneuern.»

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