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US-Waffen für Kurden – Jesiden in Not
Aus 10 vor 10 vom 11.08.2014.
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International USA bewaffnen die Kurden im Nordirak

Die USA involvieren sich weiter im Irak: Nach gezielten Luftschlägen gegen die vorrückenden Dschihadisten statten sie nun auch die kurdischen Kämpfer mit Waffen aus. SRF-Korrespondent Pascal Weber meint aber: «Das ist keine langfristige Lösung.»

Die USA haben damit begonnen, die kurdischen Kämpfer im Nordirak mit Waffen und Munition zu beliefern. In Zusammenarbeit mit der Regierung in Bagdad würden den Kurden «sehr schnell dringend benötigte Waffen» geliefert, sagte eine Sprecherin des US-Aussenministeriums dem Fernsehsender CNN.

«Jesiden fühlen sich von allen verraten»

Was die Waffenlieferungen an die kurdischen Kämpfer nützen, ist fraglich. SRF-Korrespondent Pascal Weber betont, dass diese Hilfe für viele Jesiden viel zu spät kommt – es starben bereits Hunderte.

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«Waffenlieferung ist nur kurzfristig hilfreich»
Aus News-Clip vom 11.08.2014.
abspielen. Laufzeit 1 Minute 7 Sekunden.

«Zweitens ist das keine langfristige Lösung», so Weber. Die Jesiden würden sich von allen Seiten verraten fühlen. Gleiches gelte für die verfolgten Christen in der Region. «Das ist eine ganz gefährliche Entwicklung. Wenn sich die Volksgruppen oder Religionsgemeinschaften nicht mehr aufeinander verlassen können, dann führt dies unweigerlich zum Zerfall.»

Kurden wollen selber Krieg führen

Die Kurden hatten zuvor um Hilfe im Kampf gegen die vorrückenden Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gebeten.

«Wir bitten unsere Freunde, uns zu unterstützen und die notwendigen Waffen zur Verfügung zu stellen, um diese terroristischen Gruppen zu besiegen», zitierte das kurdische Nachrichtenportal Rudaw den Kurdenpräsidenten Massud Barsani.

Audio
Der Machtkampf zwischen Schiiten stärkt die Islamisten
aus Echo der Zeit vom 11.08.2014.
abspielen. Laufzeit 7 Minuten 48 Sekunden.

Zugleich betonte er, dass die Verbündeten nicht für die Kurden kämpfen müssten. «Wir werden unseren eigenen Krieg führen.»

Die USA haben in der vergangenen Woche bereits mit Luftangriffen gegen die IS-Kämpfer begonnen.

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35 Kommentare

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  • Kommentar von E. Waeden , Kt. Zürich
    Und die Regierung in Deutschland wieder: Heute Hü & morgen Hot! Noch vorgestern wollte man keine Waffen inkl. Kriegsmaterial in den Irak liefern & schon gestern revidierte man es & will es nun doch tun.
  • Kommentar von Sandra Sa , Schlieren
    immer mehr Schweizer Frauen sind Kriegshetzerinnen. Vermutlich weil sie glauben, einfach am Fernsehen zuschauen zu können
    1. Antwort von Emmanuela Ganzi , Altstetten
      Unabhängig davon, ob das jetzt stimmt was du sagst, es ist naheliegend - Frauen müssen ja nicht ins Militär und wir sind in der Schweiz - viel weiter weg von Kriegsgeschehen kann man gar nicht kommen, wenn man sich nicht in einer Höhle verkriecht.
  • Kommentar von Sandra Sa , Schlieren
    Ausgerechnet diese Kurden sollen es richten? Dann lieber Weltuntergang!