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International USA greifen Rebellen im Jemen an

Das US-Militär hat Radaranlagen von schiitischen Rebellen angegriffen, angeblich, um sich selbst zu verteidigen. In den vergangenen vier Tagen wurde ein US-Zerstörer zweimal attackiert. Die Rebellen dementieren ihre Beteiligung.

Ein Bild der US-Marine nachdem Tomahawk-Rakete eine Radaranlagen der Huthi-Rebellen getroffen hat.
Legende: Ein Bild der US-Marine nachdem Tomahawk-Rakete eine Radaranlagen der Huthi-Rebellen getroffen hat. Keystone

Nach dem erneuten Beschuss eines ihrer Zerstörer im Roten Meer haben die USA nach Angaben des Verteidigungsministeriums Ziele in einem von Huthi-Rebellen kontrollierten Gebiet im Jemen angegriffen. Das Militär zerstörte demnach drei Radaranlagen.

Es habe sich bei den Angriffen an der jemenitischen Küste des Roten Meeres um «begrenzte Selbstverteidigungsangriffe» gehandelt, teilte ein Pentagon-Sprecher mit. Nach erster Einschätzungen wurden die Ziele zerstört.

Keine Verletzten bei Angriff

Zuvor war nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums zum zweiten Mal binnen vier Tagen am Mittwoch der Zerstörer USS Mason vor der Küste des Jemens aus dem Gebiet der schiitischen Rebellen beschossen worden. Mindestens eine Rakete sei abgeschossen und abgewehrt worden.

Wie beim ersten Fall am Sonntag gab es demnach weder Verletzte noch Schäden. Die nun zerstörten Radaranlagen seien an den Raketenangriffen beteiligt gewesen, sagte der Ministeriumssprecher. US-Präsident Barack Obama habe den Gegenschlag genehmigt.

Die schiitischen Rebellen dementierten die Anschuldigungen der USA, sie seien für den Angriff auf den US-Zerstörer verantwortlich: «Das Militär und die Miliztruppen haben nichts mit den Angriffen zu tun», sagte ein verantwortlicher Militäroffizier.

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Klaus Kreuter (Klaus Kreuter)
    Vielleicht wird irgendwann das ganze Lügengeflecht der heutigen Politik zerstört und die Wahrheit kommt ans Licht. Was sich momentan, mit Wissen und Hilfe der Grossmächte, abspielt, muss uns allen grosse Sorgen machen. Auf der einen Seite das Bestreben Russlands sich Europa einzuverleiben, auf der anderen Seite eine Macht die nur noch durch Lügen und Inaktivität von sich hören lässt. Wo führt das alles hin?
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    1. Antwort von Shankara Acharya (Shankara)
      Dass die USA schon seit Jahrzehnten ein Land nach dem anderen mit Alibi-Gründen zerstört (googeln sie zB mal Golf von Tonkin), ist klar - dass aber Russland die Europa einverleiben will, das wäre mir neu und es nimmt mich Wunder, wo sie sowas her haben. Schlussendlich sind es die USA, die Deutschland mit X Militärbasen gesetzt halten und die Nato-Staaten zu ihren Vasallen gezwungen haben - und nun soll Russland genauso der Böse sein?! Militärbasen Russlands im Ausland 3 - die USA 800 !!
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  • Kommentar von Christian Graf (Christian Graf)
    Das Lügen, Täuschen, Betrügen usw. gängiges Repertoire der USA darstellen sollte niemanden überraschen. Nicht nur der Vietnamkrieg wurde mit einer Lüge gerechtfertigt, auch im Irak. Faschistische Terrorregime in Südamerika wurden von den USA massiv unterstützt, während sie scheinheilig genau diese Regime verurteilt haben. Es wird viel und fast überall gelogen und betrogen auf der Welt. Aber die USA darf für sich in Anspruch nehmen, das schlimmste moralisch verkommenste, brutalste Regime zu sein.
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  • Kommentar von Susanne Lüscher (Lol)
    Da es in Syrien nicht optimal läuft, kommt nun Jemen vermehrt in die Nachrichten. Dort begehen die Saudis mit Wissen und Willen der USA seit langem Kriegsverbrechen. Etwas umgeschrieben werden diese dann zu Kriegsverbrechen von Russland in Syrien - bekannte Spitäler wurden in Jemen gezielt bombardiert - in Syrien sind es nicht bekannte Einrichtungen der Rebellen. Wer seinen werten Hintern nicht vor Ort hat, kann und darf nicht über Ereignisse von dort berichten, also kein Journalist von SRF!
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