USA lassen sich mit Russland-Sanktionen Zeit

Der ukrainische Interimspräsident hat in Washington um Unterstützung gebeten. Die Sanktionen seitens der USA gegen Russland sind allerdings noch nicht auf Kurs.

Der ukrainische Interimspräsident Arseni Jazenjuk hat sich in Washington mit US-Präsident Barack Obama getroffen. Sie hätten ganz offen und ohne diplomatische Floskeln gesprochen, sagte Jazenjuk im Anschluss an das Treffen. Es gelte alles zu tun, um ein Blutvergiessen zu vermeiden sagte Jazenjuk weiter. Er glaube noch an eine diplomatische Lösung.

Die USA bemühen sich derweil, eine Drohkulisse gegenüber Russland aufrecht zu erhalten. So unternahm die US Navy gemeinsame Übungen mit Bulgarien und Rumänien auf dem Schwarzen Meer vor der Küste der Krim. Präsident Obama wiederholte, dass die geplante Abstimmung auf der Krim über eine Angliederung an Russland nicht gültig sei und die USA eine Abspaltung nicht anerkennen würde.

Mögliche Sanktionen sind aber noch nicht beschlossen. Die zuständige Kommission des Senats sprach Geld für die Ukraine und will die Finanzen von russischen Politikern, die an der Invasion beteiligt sind, einfrieren und Einreisesperren verhängen. Im Repräsentantenhaus nimmt man sich aber Zeit. Es hat noch keine Massnahmen zur Bestrafung Russlands diskutiert.