Verdächtiger im Fall der getöteten Kurdinnen

Nach der Ermordung dreier kurdischer Aktivistinnen in Paris haben Ermittler einen ersten Erfolg verbucht. Ein Mann wurde festgenommen.

Menschen tragen Särge. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Kurz nach der Tat war klar: Der Mord muss politisch motiviert gewesen sein. Reuters

Anfang des Monats wurden drei kurdische Aktivistinnen im Kurdischen Institut in Paris regelrecht hingerichtet. Per Kopfschuss. Unter den Toten ist auch Sakine Cansiz, eine Mitbegründerin der kurdischen Arbeiterpartei PKK.

Ein 30jähriger türkischer Staatsbürger hatte als Fahrer für eine der getöteten Frauen gearbeitet. Der Mann sei nun unter Mord- und Terrorismusverdacht in Gewahrsam, wie der Staatsanwalt François Molins sagte. Derzeit werde geprüft, ob die Beweise für eine förmliche Anklage ausreichten. Er sprach jedoch von ernstzunehmenden Hinweisen, dass der Mann mit der Bluttat in Zusammenhang gebracht werden könne.

Kurdische Frauen in Paris ermordet

6:11 min, aus Echo der Zeit vom 10.01.2013

Verhafteter: Mitglied der PKK

Videoaufnahmen zeigten, dass sich der Verhaftete zur mutmasslichen Tatzeit am Tatort aufgehalten habe. Zudem sei in seinem Auto eine Tasche mit Pulverspuren
gefunden worden, in der sich eine Schusswaffe befunden haben könnte.
 
Der Mann habe ausgesagt, dass er seit zwei Jahren der PKK angehöre. Die PKK kämpft seit den 80er Jahren für politische Autonomie der kurdischen Siedlungsgebiete in der Türkei.