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Verstorbener US-Senator Trauerfeier für McCain in Washington

An dem Gottesdienst nehmen mehr als 3000 Menschen teil, darunter zahlreiche hochrangige Persönlichkeiten.

Legende: Video Abdankungsfeier für John McCain abspielen. Laufzeit 01:46 Minuten.
Aus Tagesschau vom 01.09.2018.

Eine Woche nach dem Tod des republikanischen US-Senators John McCain fand in Washington die zentrale Trauerfeier für den Politiker statt. Sein Sarg wurde in der Nationalen Kathedrale aufgebahrt.

An dem Gottesdienst nehmen mehr als 3000 Menschen teil, darunter zahlreiche hochrangige Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft. «Er hat uns zu besseren Präsidenten gemacht, so wie er den Senat besser gemacht hat, so wie er dieses Land besser gemacht hat», sagte Ex-Präsident Barack Obama in der Nationalen Kathedrale in der US-Hauptstadt. Obamas Amtsvorgänger George W. Bush sagte über McCain: «Er war ehrenhaft, immer anerkennend, dass seine Kontrahenten immer noch Patrioten und Menschen waren.»

Geistliche neben Sarg
Legende: Der Sarg von John McCain wurde in der Nationalen Kathedrale in Washington aufgebahrt. Keystone

Bewegende Rede von McCains Tochter

McCains Tochter Meghan McCain sagte bei ihrer bewegenden Rede in Anlehnung an Trumps Wahlkampfslogan «Make America Great Again»: «Das Amerika John McCains hat es nicht nötig, wieder gross gemacht zu werden, weil Amerika immer gross war.»

Präsident Trump bleibt abwesend

US-Präsident Donald Trump nahm an der Feier für seinen innerparteilichen Widersacher nicht teil. Er besuchte stattdessen seinen Golfclub im benachbarten Bundesstaat Virginia.

Unter hochrangigen Republikanern war McCain der schärfste Kritiker Trumps. Mehrere prominente Vertreter des Weissen Hauses gehörten zwar zu den Gästen, aber nicht zu den Trauerrednern. Medienberichten zufolge hatte McCain sich gewünscht, dass Trump nicht an seiner Beerdigung teilnimmt.

Nach dem Tod McCains hatte Trump die Verdienste des Senators und Kriegsveteranen erst nach massivem öffentlichem Druck gewürdigt.

Seltene Ehrerweisung im Kapitol

McCains Leiche war am Freitag im Kapitol aufgebahrt worden – eine Ehre, die in dieser Form bislang nur 30 Amerikanern vor ihm zuteil wurde.

In Vertretung Trumps nahm Vizepräsident Mike Pence an der Zeremonie teil. «Wir werden uns immer daran erinnern, dass John McCain seinem Land gedient hat – und John McCain hat seinem Land ehrenhaft gedient», sagte Pence.

McCain war am vergangenen Samstag auf seiner Ranch in Arizona an den Folgen eines Gehirntumors gestorben.

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52 Kommentare

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  • Kommentar von T. H. Isaak (cuibono)
    Zitat Danielle Ryan, irische Journalistin aus Dublin: "McCains Begräbnisfeier war eine abscheuliche Übung in historischem Revisionismus." Das meint auch Max Blumenthal, einer der besten amerikanischen Enthüllungsjournalisten jüdischer Abstammung.
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  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Durch eine schwere Krankheit wird so mancher zum Verräter. Vielleicht weil man sich plötzlich fragt, wie geht es mir nach dem Tod. Aber am falschen Ort NEIN oder JA zu sagen ist halt entscheidend. Was wollte Gott von uns? Wollte er die Schlechten schützen und den Guten weniger Recht geben?
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  • Kommentar von Philipp Etter (Philipp Etter)
    Mc Cain war der kompromissloseste Kriegstreiber des US-Senats. Angeblich soll er von der Waffenindustrie die höchsten "Zuwendungen" für seine Senats-Wahlkämpfe erhalten haben. Dass genau dieser Person in den USA ein Staatsbegräbnis ausgerichtet wird, sollte zu denken geben. Es sollte zu denken geben, dass eine Person die jederzeit für Tod und Verderben von Nicht-Amerikanern eingetreten ist in den USA besonders geehrt wird.
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