Zum Inhalt springen
Inhalt

International Vor IWF-Besuch: Mursi bildet Regierung um

Ägypten hofft auf einen milliardenschweren Kredit des Internationalen Währungsfonds (IWF) und ist deshalb zu politischen Veränderungen bereit. Kurz vor dem Besuch einer IWF-Delegation wechselt Präsident Mursi zehn Minister aus.

Präsident Mursi
Legende: Befreiungsschlag oder Notoperation? Ägyptens Präsident Mursi versucht durch eine Regierungsumbildung dem Land neuen Schub zu geben. Keystone

Der ägyptische Präsident Mohammed Mursi will mit einer Kabinettsumbildung die wirtschaftliche Krise des Landes bekämpfen. Insgesamt zehn neue Minister wurden heute vereidigt, wie die amtliche Nachrichtenagentur Mena meldete.

Vom Personalwechsel betroffen sind unter anderem das Innen- und das Finanzministerium. Die Ministerien für Verkehr, Elektrizität und Entwicklung werden nun von Mitgliedern der islamistischen Muslimbruderschaft Mursis geführt.

Nach ihrer Vereidigung kamen die neuen Minister mit Mursi zu Gesprächen zusammen. Dabei wurde über Möglichkeiten beraten, den Tourismus im Land zu beleben und ausländische Investoren anzuziehen.

Kairo hofft auf Milliarden-Kredit

Die Kabinettsumbildung kommt kurz vor dem Besuch einer Delegation des Internationalen Währungsfonds (IWF). Kairo hofft auf einen IWF-Hilfskredit in Höhe von 4,8 Milliarden Dollar.

Der IWF hatte das Darlehen im November zunächst genehmigt, es dann jedoch wegen geplanter Steuererhöhungen auf Eis gelegt. Die Verhandlungen über den Kredit waren wegen der Unruhen im Dezember unterbrochen worden.

Legende: Video Unternehmer-Revolution in Ägypten abspielen. Laufzeit 06:35 Minuten.
Aus ECO vom 21.11.2011.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

5 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Jürg Sand, Zürich
    Das war eine anstrengende, gewalttätige Reise in die Armut und Vergangenheit. Kräftig geholfen den Karren rückwärts zu schieben haben unsere Pseudodemokraten aus der EU unter dem kräftigen Geklatsche aller linkslastigen Medien-Redaktionen. Bravo! Eine weitere Glanzleistung des Gutmenschentums.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von A. Planta, Chur
      Ja, ja, unter dem Diktator Mubarak war ja alles so super: Die Günstlingswirtschaft, die Korruption, die Armut, die Perspektivlosigkeit der Jugend. Mich wundert immer wieder die Ignoranz von im Wohlstand in der Schweiz lebenden Menschen gegenüber Entwicklungen in fernen Länder.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Jürg Sand, Zürich
      Ja, Herr Planta, da wundern wir uns über das selbe und kommen doch zu völlig anderen Erkenntnissen. Noch ein, zwei Generationen von solch rosaroten Sozialromantikern und wir wissen, ob auch wir auf so warmen und nutzlosen Zuspruch zählen dürfen.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    3. Antwort von Jürg Sand, Zürich
      Hier noch ein kleiner Zusatz zu meiner letzten Antwort, die vielleicht, wie so manches in der Zensur hängenbleibt: Die ägyptische Jugend hat auch jetzt ganz tolle Aussichten im eigenen Land, die Korruption ist ausgemerzt, die Armut überwunden, die Günstlingswirtschaft Vergangenheit und der Koran bald Gesetz! Oder meinen Sie gar die Perspektive, zu uns auszuwandern? Ihr Sozialromantiker habt eine sehr eigentümliche Art zu lesen und Nachrichten aufzunehmen.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Niedermann, Zürich
    Ob Befreiungsschlag oder Notoperation, Mursi kann die Regierung umbilden, wieviele Muslimbrüder auch noch zur Verfügung stehen, es wird nicht helfen, die Wirtschaft in Schwung zu bringen! So schlittern die islamisch regierten Länder in die Armut und Chaos und isolieren sich selbst.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen