Waffenruhe in der Ukraine in greifbarer Nähe

Ist das der Durchbruch? Die Waffenruhe in der Ost-Ukraine war trotz der Vereinbarung von Minsk bisher mehrfach gebrochen worden. Nun könnte sie aber dauerhaft in Kraft treten.

Ein pro-russischer Separatist Anfang November in der ostukrainischen Grossstadt. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Ein pro-russischer Separatist Anfang November in der ostukrainischen Grossstadt. Keystone

Die ukrainische Regierung und die pro-russischen Separatisten haben nach Angaben der OSZE in der abtrünnigen Region Lugansk eine Einigung für eine Waffenruhe getroffen.

Alle Seiten hätten sich «im Grundsatz» auf eine Waffenruhe entlang der gesamten Frontlinie in der Region Lugansk geeinigt. Sie soll am Freitag in Kraft treten. Dies teilte die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) mit. Demnach sollen von Samstag an die schweren Waffen von der Front abgezogen werden. Separatistenführer Igor Plotnizki bestätigte die Angaben der OSZE gegenüber russischen Nachrichtenagenturen.

Feuerpause nach Gesprächen beider Seiten

Eine Waffenruhe von Anfang September war bisher von beiden Seiten regelmässig gebrochen worden. Die Gefechte um den Flughafen der Stadt Donezk wurden gemäss der ukrainischen Armee bereits eingestellt.

Anwohner bestätigten die Angaben gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Die Feuerpause folge auf Gespräche zwischen dem ukrainischen General Wolodymyr Askarow und dem russischen General Alexander Lenzow, hiess es aus Kiew.

Tote und Verletzte auf Regierungsseite

Einer der pro-russischen Rebellenführer in der Region, Andrej Purgin, sagte, auf dem Flughafen gebe es Verhandlungen «zwischen Militärs». Zuvor waren innerhalb von 24 Stunden 3 ukrainische Soldaten getötet und 14 weitere verletzt worden, wie der ukrainische Armeesprecher Andrej Lyssenko mitteilte.

Die Stadtverwaltung von Donezk teilte mit, durch Artilleriebeschuss seien 14 Zivilisten verletzt worden.