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Wahlen in Grossbritannien Zum Nachlesen: Das Protokoll der Wahl in Grossbritannien

Grossbritannien hat gewählt – und Premierminister David Cameron ist der grosse Gewinner. Nach Auszählung fast aller Wahlkreise steht fest: Die Tories holen die absolute Mehrheit. Herausforderer Ed Miliband von der Labour-Partei ist bereits zurückgetreten.

David Cameron winkt vor der Downing Street
Legende: David Cameron winkt vor der Downing Street Reuters

Das Wichtigste in Kürze

  • Cameron holt die absolute Mehrheit.
  • Schottische Nationalisten der SNP siegen in fast allen schottischen Wahlkreisen.
  • Labour und Liberaldemokraten verlieren dramatisch.
  • Drei Parteivorsitzende treten zurück.
  • Auch Labour-Chef Ed Miliband nimmt den Hut.

Der Ticker ist abgeschlossen

  • 14:39

    Adieu und Good-bye

    That's it. Die Wahl ist gelaufen. David Cameron regiert weiter von der Downing Street 10 aus. Nach einer historischen Nacht ist es nun Zeit für einen Tee – mit Milch. Very british, eben. Vielen Dank für Ihr Interesse.

  • 14:31

    Cameron kündigt EU-Referendum an

    David Cameron kündigt bereits die Gründung einer neuen Regierung an und benennt seine Regierungsziele. Besonders in Brüssel dürfte man die mit besonderer Aufmerksamkeit zur Kenntnis genommen haben. Denn Cameron will sein Wahlversprechen einlösen und das heisst: Ein Referendum über die Zukunft Grossbritanniens in der EU abhalten. Am Ende könnte der EU-Austritt stehen.

  • 14:20

    Eine historische Wahl

    Es war eine lange, lange Nacht mit einem historischen Wahlergebnis für Grossbritannien – mit einem überraschend deutlichem Wahlsieg, einer extrem starken schottischen Partie und vielen Verlierern. Die Zusammenfassung der Unterhaus-Wahl können Sie hier nachlesen – inklusive aller Rücktritte

  • 14:16

    Im Zeitraffer: So haben die Wahlkreise abgestimmt

    Wer diese Nacht zufälligerweise nicht wegen der Grossbritannien-Wahl wach geblieben ist – kann den Verlauf der Auszählung in dieser Karte im Zeitraffer noch einmal nachverfolgen. Blau steht für die konservativen Tories.

  • 13:54

    Absolute Mehrheit

    Die Prognosen haben sich bewahrheitet. 326 Sitze gehen an die Tories. Das ist die absolute Mehrheit im Unterhaus. Es können noch einige dazu kommen, denn sieben Wahlkreise sind noch nicht ausgezählt. Cameron kann damit alleine regieren.

  • 13:30

    Miliband tritt ab

    Ed Miliband ist wie erwartet als Labour-Chef zurückgetreten. Zuvor haben bereits Ukip-Chef Nigel Farage und der Vorsitzende der Liberalsdemokraten Nick Clegg ihren Hut genommen.

  • 13:16

    Die Tories liegen derzeit bei 325 von 650 möglichen Sitzen. Dies genügt für die effektiv für die Mehrheit, da die vier gewählten Vertreter der nordirischen Sinn-Fein-Partei ihre Sitze in Westminster traditionell nicht einnehmen. Ansonsten bräuchte es 326 Sitze. Für die absolute Mehrheit fehlt den Konservativen aber noch ein Sitz. Neun Wahlkreise müssen noch ausgezählt werden.

  • 12:59

    Auch Clegg tritt zurück

    Nach Ukip-Chef Nigel Farage hat auch Nick Clegg, der Vorsitzende der Liberal Democrats (LD), seinen Hut genommen. Die LD hat im Vergleich zur Wahl im Jahr 2010 Stand jetzt 47 Sitze verloren. Damit würden nur noch 8 Liberaldemokraten im Parlament sitzen.

  • 12:28

    Farage tritt zurück

    Ukip-Chef Nigel Farage hat sein Wahlversprechen eingehalten und tritt zurück. Vielleicht aber nur vorübergehend. Denn Farage will sich im September vielleicht doch wieder als Ukip-Chef wählen lassen.

  • 12:22

    Konservative legen nochmals zu

    Die neueste Wasserstandsmeldung der BBC. Demnach könnten die Tories sogar 331 Sitze gewinnen. Das wäre dann absolut absolut.

  • 12:16

    Des einen Leid – des anderen Freud

    Während Ed Miliband seine Niederlage eingestehen muss, freut sich David Cameron mit seiner Frau Samantha über den Wahlsieg.

  • 12:04

    Miliband übernimmt Verantwortung

    Labour-Chef Ed Miliband spricht vor den Parteimitgliedern. Er übernehme die volle Verantwortung für das schlechte Wahlergebnis. Klingt nach Rücktritt, ist es aber offiziell noch nicht.

  • 11:48

    Nigel Farage verliert

    Eine weitere Partei im Club der Verlierer: Die Ukip. Sie wird mit nur einem Sitz im Unterhaus vertreten sein. Parteichef Nigel Farage wird aber nicht derjenige sein. Im Wahlkreis South Thanet unterlag er einem Konservativen.

  • 11:39

    Schottland: Ein Quasi-Ein-Parteien-Land

    Schottland, immer wieder Schottland. Die Scottish National Party (SNP) hat dort in fast allen Wahlkreisen gesiegt. Wie das aussieht, zeigt die Karte. Gelb steht übrigens für die SNP.

  • 11:18

    Mehr Parlamentarierinnen

    Laut «Mirror» wird das britische Parlament weiblicher. Mindestens 166 Frauen werden im neuen Unterhaus vertreten sein. 2010 waren es nur 148. Und noch sind nicht alle Wahlkreise ausgezählt.

  • 10:52

    Labour stark in Wales

    Ed Miliband steht Medienberichten zufolge vor dem Rücktritt. Hat er das gute Ergebnis seiner Partei in Wales nicht gesehen? Dort hat die Labour-Partei nur einen Sitz verloren und bleibt deutlich stärkste Partei in Wales.

  • 10:31

    War es das für Miliband?

    Der «Guardian» berichtet, dass der Rücktritt von Labour-Spitzenkandidat Ed Miliband kurz bevorstehen soll.

  • 10:23

    Lunch mit der Queen

    An der Monarchie kommt der alte und neue Premierminister wohl nicht vorbei. Um 12.30 Uhr Ortszeit ist ein Treffen zwischen der Queen und David Cameron anberaumt. Ihr hat er den Triumph übrigens nicht zu verdanken. Zwar darf Elizabeth II. wählen, macht es aber aus Gründen der politischen Neutralität nicht.

  • 9:53

    Wer Ed heisst – hat es schwer

    Ed Balls sollte in einer neuen Labour-Regierung der wichtigste Mann nach Ed Miliband liegen. Daraus wird so oder so nichts. Nicht nur Labour als Partei hat verloren – Balls konnte nicht einmal in seinem Wahlkreis Morley & Outwood's siegen. Das muss der Ed-Fluch sein.

  • 9:39

    Für SRF-Korrespondent Martin Alioth ist jetzt klar: «Das von Cameron versprochene EU-Austritts-Referendum wird nun unter seiner neuen Regierung stattfinden.»

    Legende: Audio Einschätzungen von SRF-Grossbritannien-Korrespondent Martin Alioth abspielen. Laufzeit 03:34 Minuten.
    03:34 min, aus HeuteMorgen vom 08.05.2015.

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7 Kommentare

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  • Kommentar von C. Szabo, Thal
    Cameron hat potente Unterstützer in Wirtschaft und Politik. Die Superreichen im Inland und Ausland kontrollieren die Massenmedien. Deshalb können sie ihren Favoriten massiv proteschieren. Die Bankenwelt und die Steueranwälte haben einen immensen Einfluss auf viele Bereiche der Briten. Solange ein Politiker die Eliten hinter sich hat, kann er sich seiner Sache ziemlich sicher sein. Ist auch viel einfacher als das Volk zu überzeugen. Durch geeignete Presse werden die Bürger zufriedengestellt.
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  • Kommentar von J Szakall, Stockholm
    Schweizer Freunde der Sachlichkeit: ich lese nirgends über euere "Unruhe" od "Sorgen" um die britische Demokratie in den CH- und deutschen Medien! Ist das Wahlsystem der Briten demokratisch??? Ihr habt den Ungarn Orbán beinahe kreuzigen wollen als er mit dem dortigen Mehrheitssystem die letzte Wahl mit 2/3 gewonnen hat. (Mit dem britischen System hätte er 98 % gewonnen ...) Wo ist euere Kritik jetzt?
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  • Kommentar von Angela Keller, Sirnach
    Der britische Premier hat konkrete Forderungen für den Verbleib Großbritanniens in der EU genannt. Die dortige Freizügigkeit sei kein uneingeschränktes Recht. Die Neuerungen sollen laut Cameron möglichst für alle EU-Länder eingeführt werden, notfalls aber in Großbritannien mit einer Ausnahmeregelung. In Großbritannien gewinnt das Thema Einwanderung einen immer größeren Stellenwert. Jetzt da er gewonnen hat soll er dieses Thema umsetzen - wäre Wegbereiter für bessere Verhandlungen für die CH.
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