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Italiens neue Regierung Italien: Spitzenkandidat will hart um Steuerabkommen verhandeln

Im italienischen Wahlkampf ist derzeit Pier Luigi Bersani in der Favoritenrolle. Der Spitzenkandidat der Demokraten verspricht ein neues Italien. Sollte er an die Macht kommen, muss sich die Schweiz allerdings auf eine härtere Gangart des südlichen Nachbarn gefasst machen.

Legende: Video Italiens Linke wittert Morgenluft abspielen. Laufzeit 01:39 Minuten.
Aus Tagesschau vom 28.01.2013.

Pier Luigi Bersani ist der Hoffnungsträger des linken Partito Democratico. Derzeit steht er an der Spitze sämtlicher Umfragen. Allerdings sind es noch vier Wochen harten Wahlkampfs, bis die Italiener ein neues Parlament wählen. Zudem sind sich 30 Prozent der Wähler noch unschlüssig oder wollen gar nicht an die Urne gehen.

Bersani gestikulierend am Rednerpult.
Legende: Bersani warnt die Schweiz: Leichter werden die Verhandlungen um Steuerfragen mit ihm sicher nicht. Reuters

Erstmals seit vielen Jahren sei für eine grosse Reformpartei die Regierungsverantwortung wieder greifbar nahe, sagte Bersani. Den letzten Wahlerfolg für die Linke erzielte Romano Prodi – vor sieben Jahren.

Bersani verspricht den Wählern, Italien wieder aus der Krise zu führen mit mehr Wachstum und mehr Arbeitsplätzen.

Für die Schweiz hiesse das neue, schwierige Verhandlungen, wie Bersani gegenüber SRF-Korrespondent Philipp Zahn klar macht. Wie auch die deutschen Sozialdemokraten ist Bersani kein Freund einfacher Abgeltungssteuern für italienische Kontoinhaber im Ausland. «Die Schweiz wird sich auf uns als neuen Verhandlungspartner einstellen müssen. Sicher ist: wir teilen die Sorgen unserer Freunde von der SPD. Da müssen alle Seiten eine Antwort finden.»

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2 Kommentare

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  • Kommentar von franz schleiniger, montecatini/italien
    Bersani ist so sehr mit seiner Koalition beschäftigt, mit den Verfilzungen zur Monte dei Paschi di Siena, usw. Also keine Zeit für Verhandlungen mit der Schweiz. Irgend Jemand wird ihm dann sagen, dass 1000de Italiener in der Schweiz ihr Brot verdienen, welches Italien ihnen nicht mehr geben kann. Wenn die Verhältnisse so klar wären, hätte Monti dies als Erstes angegangen! Bersani wird kein Bestand haben, er wird die Mehrheit im Senat verfehlen. Eine Koalition mit Monti, sandiges Fundament!
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  • Kommentar von Karl Keller, Zürich
    Bersanis "neues Italien"?. Das hiesse keine Mafia mehr, keine Milliarden in den Mezzogiorno, keine Korruption mehr, ein glaubwürdiges Rechtssystem das keine politischen und skandalösen Urteile wie gegen den Schweizer Stephan Schmidheiny zulässt, keine Kredite aus der Kasse der EU, ein effizientes Steuersystem, ein konkurrenzfähiges Italien mit einem modernen Schulsystem. Hat Bersani mit seinem "neuen Italien" all das gemeint?
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