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Italiens neue Regierung Italiens Universitäten sind ausgeblutet

Unter dem früheren Regierungschef Silivio Berlusconi ist die Zahl der Professoren und Studierenden dramatisch gesunken. Im Wahlkampf wird das desolate Bildungswesen aber totgeschwiegen.

An italienischen Universitäten waren unter der Regierung von Silvio Berlusconi 22 Prozent der Professorenstellen gestrichen worden. Grund waren Kürzungen des Budgets.

Das Image der italienischen Universitäten hat sich zusehends verschlechtert. Das zeigt sich auch an der Zahl der Studierenden: Heute besuchen 60‘000 weniger Jugendliche eine Hochschule.

Diese Entwicklung steht in scharfem Kontrast zum Trend in den meisten anderen europäischen Ländern. Sie investieren immer mehr in ihr Bildungswesen, denn nur eine gut ausgebildete Bevölkerung bringt Wirtschaftswachstum. In Italien ist diese Botschaft noch nicht angekommen.

Kein Thema im Wahlkampf

Im Wahlkampf ist das ausgeblutete Bildungswesen bei keinem Spitzenkandidaten Thema, selbst beim wirtschaftsnahen Mario Monti nicht. Wegen der Wirtschaftskrise haben immer weniger Eltern genügend Geld, um ein Studium zu finanzieren.

Viele Junge glauben nicht mehr, dass ihnen ein Hochschulabschluss Berufschancen eröffnet. In Italien arbeiten fast 4 Millionen Menschen zu miserablen Löhnen. Die meisten sind jung und viele von ihnen gut ausgebildet. Jedes Jahr wandern 50‘000 Italiener aus - meistens Spezialistinnen und Experten. (nab)

14 Kommentare

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  • Kommentar von Irmentraud Kokke, Im Zwergen Wunderland
    @H.anni Samstag, 02.02.2013, 23:12: "Wir tun es auf jeden Fall für unsere Kinder" und dabei sind Sie in der Schweiz enorm auf die Deutschen angewiesen. Nicht nur was Schwarzgeld und Steuervogtei betrifft, auch Wisseschaftler. Allein würde es ein ignorantes und zänkisches Bergvolk wie Sie es eines sind, bestimmt nicht schaffen. Also mehr Bewunderung und Dankbarkeit den Deutschen gegenüber. Nicht immer nur lamentieren wegen "Überfremdung" speziell mit Zielrichtung auf die Deutschen.
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  • Kommentar von Irmentraud Kokke, Im Zwergen Wunderland
    @H.anni: Sie sollten mal zur Kenntnis nehmen, dass die Schweiz nicht der Nabel der Welt ist auf den die ganze Welt wie gebannt schaut. Wenn EU-Staaten was übernehmen, dann bestenfalls, sofern Hilfe erwünscht, was von anderen EU-Ländern und hier wiederum die betriebliche Ausbildung Deutschlands, wo es jedenfalls nicht nur eine "einfache Berufslehre" wie in der Schweiz gibt.
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    1. Antwort von M. Murger, Hettenschwil
      @I. Kokke Ich weiss nicht, wieso sie sich so ereifern. Als Psychotherapeutin sollten sie doch Ruhe bewahren können. Und wenn doch die Schweiz ihrer Meinung nach nicht der Nabel der Welt ist, wieso beteiligen sie sich hier an Diskussionen? Mit "einfache Berufslehrer" hat H.Anni wohl gemeint, keine Universität, CH understatement und Bescheidenheit eben. Von einer betr. Ausbildung in D habe ich noch nie gehört. Kann nicht weit her sein damit.
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    2. Antwort von Irmentraud Kokke, Im Zwergen Wunderland
      @Murger: "Von einer betr. Ausbildung in D habe ich noch nie gehört"."Kann nicht weit her sein damit." , das wird wohl der Grund sein, dass Deutschland die geringste Jugendarbeitslosigkeit in Europa hat. Sich nicht informieren, aber ein anderes Land schlechtreden. Das sind mir die typischen Schweizer.
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  • Kommentar von Franz Schleiniger, montecatini/italien
    Das desolate Bildungssystem Italiens stammt aus den 70er/80er Jahren, aus der Hochzeit der Kommunisten-Politiker Italiens. Alle gleich, keine Elite, ausser die Politiker!-war die Devise. Die Universitäten sind ein Teil, das Hauptübel sind die Unterstufen und Berufsschulen.Schauen sie sich die Schulen und deren Infrastrukturen an, alles veraltet. Berlusconi hat dieses System nicht zu verantworten. Der Vorwurf ist, dass er nichts verändert hat. Dies gilt auch für Prodi, Monti, usw.
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