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Beziehung Deutschland-Türkei Wann werden die deutschen Soldaten abgezogen?

Die Türkei will nicht, dass deutsche Parlamentarier die Soldaten auf der türkischen Luftwaffenbasis Incirlik ohne Einschränkung besuchen dürfen. Die deutschen Soldaten dürften deshalb schon bald aus der Türkei abgezogen werden. Was bedeutet das?

Legende: Audio «Die Beziehungen bleiben angespannt» abspielen. Laufzeit 04:37 Minuten.
04:37 min, aus SRF 4 News aktuell vom 06.06.2017.

Wann werden die deutschen Soldaten aus Incirlik abgezogen? Nächste Woche ist vorgesehen, dass die deutsche Regierung den Abzug der deutschen Soldaten aus Incirlik beschliessen wird. Gleichzeitig soll der Umzug der Truppen nach Jordanien beschlossen werden. Eine Woche später dürfte der Bundestag nachziehen. «Für den Abzug aus Incirlik werden alle im Parlament sein – für den Umzug nach Jordanien nicht», sagt SRF-Korrespondent Peter Voegeli. Da sich aber nur die Linke generell gegen Militäreinsätze stellt, dürfte auch die Verschiebung der Truppen beschlossen werden.

Was bedeutet die Verschiebung nach Jordanien? Die sechs Tornado-Aufklärungsflugzeuge und das Tankflugzeug der Bundeswehr, die jetzt in der Türkei stationiert sind, können während zwei Monaten nicht eingesetzt werden. Strategisch war zwar der Stützpunkt in der Türkei die erste Wahl, die Einsätze können aber auch von Jordanien aus absolviert werden.

Was bedeutet dies für die deutsch-türkischen Beziehungen? Die Beziehungen sind und bleiben schwierig: Das Nato-Mitglied Deutschland verlegt seine Truppen aus dem Nato-Land Türkei in das Nicht-Nato-Land Jordanien. Dies, obwohl man gemeinsam den IS bekämpft. Nach seinem jüngsten Besuch kritisierte der deutsche Aussenminister Sigmar Gabriel zudem die Menschenrechtslage in der Türkei deutlich. «Es gibt zwischen der Türkei und Deutschland so viele Konfliktherde wie schon lange nicht mehr», sagt Peter Voegeli.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Gian dals Lejs (ignotus)
    Gegenfrage: Wann werden die deutschen Soldaten aus Syrien abgezogen? Oder: Was machen die eigentlich da unten?
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  • Kommentar von Harald Buchmann (Harald_Buchmann)
    Langsam wacht Deutschland auf. Hoffentlich folgt bald endlich der Austritt aus der NATO
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    1. Antwort von E. Waeden (E. W.)
      Da braucht es aber noch viele Sonnenaufgänge! Das Problem hatten sie ja schon mal. Nach Zugeständnissen der Bundesregierung (EU-Beitritt noch nicht vom Tisch gewischt) haben die Türken dann wieder eingelenkt. Mit Erpressern sollte man aber keine Geschäfte machen. Deutschland hätte schon beim 1. Verbot die Konsequenzen daraus ziehen sollen.
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  • Kommentar von Armin Hug (Hugi)
    Und als Retorsionsmassnahme könnte dann der Flüchtlingsdeal von der Türkei aufgekündigt werden. Öffnet die Türkei vor den Wahlen in D die Grenzen für die Flüchtlinge, dürfte dies einen massgeblichen Einfluss auf die Wahlen haben (AfD). Ja Frau Merkel, wer mit dem Feuer spielt..... und das Schlimmste ist, dass sie nichts aus den Fehlern gelernt hat - hat sie schliesslich in Tunesien auch wieder Visa-Freiheit in Aussicht gestellt.... (gilt übrigens auch für die Schweiz, da Schengen-Mitglied).
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    1. Antwort von Frank Henchler (Fränki)
      Klassiche Fake News Hug. Frau Merkel hat Tunesien noch nie eine Visa Freiheit für Tunesier in Aussicht gestellt. Es war lediglich eine Forderung der tunesischen Regierung im Zuge der Rückführungen, die aber seitens Merkel nie bekräftigt wurde.
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