Aussenhandel USA - China Washington und Peking kommen sich näher

China und die USA haben sich auf neue Handelserleichterungen geeinigt. Damit ebbt der Handelsstreit der Wirtschaftsmächte ab.

Frachtschiffe in einem Hafen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der Handel zwischen den beiden Wirtschaftsmächten kann losgehen. Keystone / Archiv

  • China und die USA haben sich auf verschiedene Handelsvereinbarungen geeinigt. So will China den Import von US-Rindfleisch wieder zulassen. Im Gegenzug soll gekochtes Geflügelfleisch aus China wieder in den USA verkauft werden können.
  • Ausserdem soll künftig US-Flüssiggas nach China geliefert werden und beide Länder wollen den Marktzugang für Finanzdienste weiter öffnen.
  • Diese Vereinbarungen sind erste Ergebnise des 100-Tage Aktionsplans von US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jingping.

Trotz harscher Kritik von US-Präsident Donald Trump an Chinas Wirtschaftsgebaren nähern sich beide Länder im Handel vorsichtig an. Vereinbarungen zum Ausbau des Geschäfts mit Fleisch und Geflügel gab US-Handelsminister Wilbur Ross bekannt. Zudem wird China amerikanischen Anbietern von Zahlungsdiensten den Marktzugang erleichtern.

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Trump erklärt «Trumponomics»

Mit einem Interview über seine Wirtschaftspolitik hat US-Präsident Donald Trump international Kritik geerntet. Nun versucht er, im «The Economist» sein «Trumponomics» genanntes Modell zu erklären. Geleitet werde dieses vor allem vom «Selbstachtung als Nation», sagte Trump. Das beinhalte etwa aus Sicht der USA faire Handelsabkommen.

Die Vereinbarungen gelten als erste greifbare Ergebnisse nach 100 Tagen Handelsgesprächen, die nach dem Gipfeltreffen zwischen Trump und seinem chinesischen Kollegen Xi Jinping begannen. Die USA waren mit dem erklärten Ziel in die Gespräche gegangen, den amerikanischen Export zu stärken und das Handelsdefizit zu verringern.

US-Finanzminister Steven Mnuchin äusserte sich «begeistert» über den Fortschritt in den Verhandlungen mit der asiatischen Wirtschaftsmacht Nummer Eins.

Trump hatte im Wahlkamp harsche Töne gegen China angeschlagen. Er warf dem Land vor, für Jobverluste in den USA verantwortlich zu sein, und kündigte hohe Einfuhrzölle für chinesische Waren an. Zudem hatte er der Regierung in Peking angedroht, das Land bereits an seinem ersten Tag im Amt als Währungsmanipulator zu brandmarken. Er machte sein Drohung dann jedoch nicht wahr.