Neuer Präsident in Ghana «Wir haben keine Ausrede mehr für unsere Armut»

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Ein friedlicher Machtwechsel in Ghana

Das Wichtigste in Kürze

  • Vor zahlreichen afrikanischen Präsidenten legt der neue Präsident Ghanas in Accra seinen Amtseid ab.
  • Nana Akufo-Addo verspricht verschärften Kampf gegen Korruption, Stärkung des privaten Wirtschaftssektors und Steuersenkungen.
  • Der Wirtschaft des Landes soll «neue Dynamik» verliehen werden.

Als der neue Staatschef Ghanas, Nana Akufo-Addo, am Samstag seinen Amtseid leistete, schrieb er den anwesenden Staatschefs mehrere afrikanischer Länder sein Credo für nachhaltige Staatsführung gleich mit ins Stammbuch.

Gleich in seiner ersten Rede gab Präsident Nana Akufo-Addo seinen Bürgern ein Versprechen: «Ich werde Euch, die Menschen in Ghana, nicht enttäuschen».

«  Die Staatskasse darf nicht mehr von Wahlsiegern geplündert werden »

Nana Akufo-Addo
Neuer Präsident Ghanas

In seiner Rede kündigte der 72-Jährige dann auch an, entschieden gegen die Korruption zu kämpfen und den privaten Wirtschaftssektor zu stärken. «Wir haben keine Ausrede mehr für unsere Armut», sagte der neue Staatschef nach seinem Amtseid in der Hauptstadt Accra. «Die Staatskasse darf nicht mehr von den Wahlsiegern geplündert werden, sondern soll zur wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung unseres Landes beitragen.»

Gleichzeitig kündigte er Steuersenkungen an, um Investitionen anzukurbeln und Ghanas Wirtschaft eine «neue Dynamik» zu verschaffen.

Zahlreiche afrikanische Staatschefs zu Gast

Zur Amtsübergabe in der Hauptstadt Accra waren unter anderem der Präsident der Elfenbeinküste, Alassane Ouattara, dessen nigerianischer Amtskollege Muhammadu Buhari und der kenianische Vizepräsident William Ruto angereist.

Akufo-Addo hatte den früheren Amtsinhaber John Dramani Mahama bei der Wahl vor knapp einem Monat deutlich geschlagen.

Beratungen über Gambia

Die friedliche Amtsübergabe in Ghana stand in deutlichem Kontrast zum westafrikanischen Gambia, wo fast zeitgleich Präsidentenwahlen stattgefunden hatten: Dort weigert sich Langzeitpräsident Yahya Jammeh, den Wahlsieg von Oppositionsführer Adama Barrow anzuerkennen.

Die Staatschefs der westafrikanischen Regionalgemeinschaft Ecowas wollten deshalb das weitere Vorgehen in Gambia auch am Rande von Akufo-Addos Amtseinführung beraten.