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Trump kündigt Klimaabkommen «Wir haben keinen Grund, uns zu entschuldigen»

Der Leiter der US-Umweltbehörde, Scott Pruitt.
Legende: Der Leiter der US-Umweltbehörde, Scott Pruitt, hat sich vor den Medien zum Klima-Entscheid geäussert. Reuters
  • Laut dem Leiter der US-Umweltbehörde, Scott Pruitt, wird es noch Wochen dauern, bis die USA ihr Austrittsgesuch aus dem Pariser Klimaabkommen offiziell vorlegen.
  • Allerdings würden die USA sofort ihre Zahlungen einstellen – so etwa an einen Fonds, mit dem die Klimafolgen in Entwicklungsländern abgefedert werden.
  • Pruitt reagierte vor den Medien auch auf die internationale Kritik am Ausstieg der USA aus dem Klimaabkommen.
  • Auch US-Aussenminister Rex Tillerson äusserte sich zum Austritt aus dem Klimaabkommen.

Mit Gegenvorwürfen hat das Weisse Haus auf die Kritik zum Ausstieg aus dem Pariser Klimaschutzabkommen reagiert. Auf einer Pressekonferenz mit Präsidentensprecher Sean Spicer sprach der Chef der US-Umweltbehörde (EPA), Scott Pruitt, von einer «mutigen» Entscheidung.

«Wir haben keinen Grund, uns zu entschuldigen», sagte er und warf insbesondere den Europäern vor, den USA mit dem Abkommen schaden zu wollen. Er fragte: «Warum wollen Europas Spitzenpolitiker, dass wir drin bleiben? Sie wissen, dass es unsere Wirtschaft weiterhin fesseln wird.»

Auf die Frage, ob US-Präsident Donald Trump den Klimawandel inzwischen als «real» ansehe, wollte der EPA-Chef auch nach mehrfachem Nachhaken nicht antworten. Trumps Sprecher Sean Spicer wollte sich zur Haltung des Präsidenten zur Erderwärmung ebenfalls nicht äussern. Er habe noch keine Gelegenheit gehabt, mit ihm darüber zu sprechen, sagte Spicer.

Tillerson: «eine politische Entscheidung»

US-Aussenminister Rex Tillerson äusserte sich ebenfalls zum Austritt der USA aus dem Klimaabkommen: Die USA werden auch ohne das Klimaabkommen von Paris daran arbeiten, weniger Treibhausgase auszustossen, sagte er. Trumps Ankündigung, aus dem Abkommen auszusteigen, nannte Tillerson eine «politische Entscheidung». Er äusserte sich zum ersten Mal dazu. Die USA hätten auch vor dem Abkommen schon viel für die Umwelt erreicht – und das werde so weitergehen, sagte Tillerson.

Trumps Entscheidung wurde weltweit scharf kritisiert. Andere Staats- und Regierungschefs hoben die Bedeutung des Abkommens hervor.

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97 Kommentare

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  • Kommentar von Karl Kirchhoff (Charly)
    Der Zyniker läuft gleichsam stets mit dem Hammer herum und zertrümmert Normen und Werte aus Prinzip. Er kann sich ihnen auch zum Schein anpassen, lässt sie aber de facto nicht gelten. Das zeigt sich immer dann, wenn Werte in Konflikt mit seinen egoistischen Interessen geraten. Das Zynische wird oft von Bitterkeit und Gemeinheit begleitet. Hier gibt es einige.:)
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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    Das Pariser Klimaabkommen, so wie es war bevor D. Trump es gekündigt hat, war der Schatten eines Geistes eines zahnlosen Tigers. Und das in nicht unerheblichem Masse wegen amerikanischer Lobbyarbeit unter B. Obama. Nun so zu tun als ob die Welt fast gerettet gewesen wäre und plötzlich D. Trump die Welt in Flammen setzt, ist im besten Fall naiv.
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    1. Antwort von Peter Holzer (Peter Holzer)
      Das Klimaabkommen bassiert auf freiwilligen, von jedem Land selber gesetzten Zielen! Aber sie haben recht, der Profit steht über allem, besonders bei Trump. Fragen sie mal die Mexikanischen Bauern wieso sie kein Wasser mehr haben? Hooverdamm etc. lässt grüssen!
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  • Kommentar von Ferdi Weibel (weibel)
    Die USA braucht sich wirklich nicht zu entschuldigen dafür, dass sie bei der aufkommenden Klimadiktatur nicht mitmachen will. Die US-Regierung plant als Wachstumsmotor primär Infrastruktur zu erneuern, und dem produktiven Sektor attraktive Standortbedingungen zu ermöglichen, und setzt dabei auf jene Marktkräfte, welche im umweltbewussten Handeln die grösseren Chancen sehen, nachhaltige Jobs zu schaffen, und Geld zu verdienen. Ohne Zwang. Denn ohne Zwang sind bessere Resultate möglich.
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