Zum Inhalt springen

Header

Inhalt

«Trumpcare» gescheitert «Wir haben viel Zeit»

«Obamacare» abschaffen – sofort, war eines von Trumps wichtigsten Wahlversprechen. Nun schlägt er neue Töne an.

Er polterte und drohte – doch am Ende nützte es nichts: US-Präsident Donald Trump hat am Freitagabend im Kongress den bisher grössten Rückschlag seiner kurzen Amtszeit erlebt.

Weil die erforderliche Mehrheit für seinen Entwurf zur Gesundheitsreform – kurz «Trumpcare» – nicht zusammenkam, zogen die Republikaner die Abstimmung zurück. Auf unbestimmte Zeit.

Dass aus der Abschaffung von «Obamacare» vorerst nichts wird, ist nach den Worten von SRF-Korrespondentin Priscilla Imboden «eine äusserst peinliche Niederlage für die Republikaner und für Donald Trump».

«Eine äusserst peinliche Niederlage»

Das sagt SRF-Korrespondentin Priscilla Imboden zur geplatzten Abstimmung: «Der Absturz der Vorlage ist eine äusserst peinliche Niederlage für die Republikaner und für Donald Trump. Sie hatten jahrelang versprochen, Obamacare abzuschaffen und scheitern nun an ihren eigenen Differenzen. Trumps Präsidentschaft ist bisher chaotisch verlaufen: Seine Einwanderungspolitik steckt vor den Gerichten fest, sein Sicherheitsberater musste bereits zurücktreten, die Bundespolizei FBI ermittelt gegen sein Umfeld wegen Russlandkontakten. Donald Trump braucht einen Erfolg um zu beweisen, dass er nicht nur Wahlkampf führen, sondern auch regieren kann. Dieser Beweis lässt weiterhin auf sich warten.»

Tatsächlich hatten Trump und sein Team im Wahlkampf damit geworben, «Obamacare» so rasch wie möglich durch eine neue Reform zu ersetzen. Von solchen Äusserungen will Trump nun offenbar nichts mehr wissen. «Ich habe nie gesagt, dass wir ‹Obamacare› innerhalb von 64 Tagen zurückziehen werden – Sie haben meine Reden gehört», sagte er im Nachrichtensender NBC. «Wir haben viel Zeit.»

«Wir haben noch viel Zeit»

Von «viel Zeit» war in früheren Äusserungen nichts zu hören.

«Wir werden Obamacare sofort ersetzen»

Und wie geht es jetzt weiter mit «Trumpcare»? «Ich will eine grossartige Gesundheitsversorgung», sagte Trump im NBC-Interview weiter. «Und diese wird kommen.» Der neue Entwurf werde noch besser sein. Er glaube, so Trump, dass es dann auch Unterstützung einiger Demokraten geben werde.

Die bisherige Gesundheitsversorgung sei am Ende, sagte Trump weiter. Die Beiträge stiegen rasant und mehr und mehr Versicherer verabschiedeten sich. «Obamacare wird bald explodieren», so Trump. Experten widersprechen ihm jedoch in diesem Punkt.

Trump kündigte an, als nächstes grosses politisches Projekt nun eine Steuerreform anzugehen. Er hatte zunächst geplant, die Steuerreform erst zu verabschieden, wenn die Gesundheitsreform steht. Dieser Plan geht nun nicht auf.

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

12 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Maurus Wuethrich  (M. Wuethrich)
    Kleine inhaltliche Korrektur in der Kommentarbox von Priscilla Imboden: Es ist nicht der Justizminister Jeff Sessions, der zurücktreten musste (obwohl er auch stark unter Druck gerät), sondern der Nationale Sicherheitsberater Michael Flynn.
    1. Antwort von (SRF)
      Besten Dank für Ihren Hinweis. Wir haben den Fehler korrigiert. Ihr SRF News Team
  • Kommentar von Stephanie von Walterskirchen  (SVW)
    Immerhin hat er Krankenkasse wieder zum Thema gebracht nach 7 Jahren Rückblick&mit dem Referendum bewirkt darüber nochmal tiefgründig nachzudenken. Ja diskutieren ist doch eine Form unserer Demokratischen Gesellschaft, Vorschläge bringen die ganz anders sind um herauszufinden ob es am Sytem liegt oder an möglichen Vergbesserungen... Jedenfalls sind die Zukurzgekommenen sicher beruhigt, dass es offennbar erst mal doch kein besseres ZugangalsObamacare sondern sie erhielten eine wichtige Plattform.
  • Kommentar von Niklaus Bächler  (quod erat demonstrandum)
    Was interessiert ihn sein Geschwätz von gestern...