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Legende: Video EU-Parlament schafft Zeitumstellung ab abspielen. Laufzeit 02:43 Minuten.
Aus Tagesschau vom 26.03.2019.
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Zeitumstellung in der EU Dunklere Wintermorgen oder kürzere Sommerabende?

Heute Mittag stimmt das EU-Parlament in Strassburg über die Zeitumstellung in Mitteleuropa ab. Vier Fragen und Antworten dazu.

Wenn das Parlament zustimmt, ist dann die Zeitumstellung in der EU definitiv abgeschafft? Nein. Zwar wird erwartet, dass das Europäische Parlament beschliesst, die Zeitumstellung abzuschaffen. Damit diese aber definitiv abgeschafft wird, muss nicht nur das Parlament, sondern auch noch der Rat zustimmen, das heisst die Mitgliedsländer. Der Rat wird im Juni entscheiden. Erst dann ist der Entscheid über die Abschaffung der Zeitumstellung in der EU definitiv.

Welche Zeit würde dann künftig gelten, Sommer- oder Winterzeit? Das ist noch offen, und im Prinzip kann das auch jedes Land selber entscheiden, ob es lieber ewige Sommerzeit oder ewige Winterzeit einführen möchte. Die EU und die Länder wollen aber vermeiden, dass es in der EU einen Flickenteppich gibt mit Zeitzonen: Also dass es zum Beispiel ewige Sommerzeit wäre in Deutschland und Italien, aber ewige Winterzeit in Frankreich und Österreich. Damit genug Zeit bleibt, um sich untereinander abzusprechen und zu koordinieren, soll erst ab 2021 die Zeit nicht mehr umgestellt werden. Dies unter der Voraussetzung, dass das Parlament und später der Rat überhaupt zustimmen.

Was bedeutet das für die Schweiz, müssen wir mitziehen? Die Schweiz muss nicht nachziehen. Aber es ist gut möglich, dass sie es tun wird. Schliesslich hat die Schweiz die Sommerzeit ja eingeführt, um sich den Nachbarn in der Europäischen Union anzupassen, damit sie keine Zeitinsel wird. Das war 1981. Wenn also die EU die Zeitumstellung jetzt abschaffen würde, ist es naheliegend, dass sich die Schweiz anpasst, damit wir auch in Zukunft dieselbe Zeit haben wie die Nachbarländer.

Wie würde die Zeitumstellung in der Schweiz geschehen? Wenn es darum geht, die Winterzeit ewig zu behalten, ist das relativ einfach. Die gilt bei uns als Normalzeit. Das könnte der Bundesrat im Prinzip selbständig entscheiden. Wenn die Sommerzeit künftig ewig gelten soll, dann müsste das Gesetz geändert werden. Das Parlament würde also mitreden und im Fall eines Referendums auch noch das Stimmvolk.

Legende: Video Strassenumfrage: Braucht es noch eine Zeitumstellung? abspielen. Laufzeit 02:04 Minuten.
Aus News-Clip vom 26.03.2019.

(Sendebezug: SRF 4 News, 6:24 Uhr)

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56 Kommentare

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  • Kommentar von Oliver Fässler  (Oliver Fässler)
    Um uns die nächsten zwei Jahre viele Diskussionen zu ersparen schlage ich einen gut schweizerischen Kompromiss vor: wir stellen die Uhren im Frühling 2021 um eine halbe Stunde vor, und belassen es dann dabei.
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  • Kommentar von Robert Frei  (RFrei)
    Hört doch mit dem Reden über die "ewigen Sommerzeit" endlich auf! Unsere heutige Sommerzeit ist gleich der Normalzeit in Zeitzone UTC (Greenwich). Es stellt sich also nur die Frage, ob wir wie bisher bei Mitteleuropäischer Zeit (UTC+1) bleiben oder auf Westeuropäische Zeit (UTC +/-0) umstellen wollen. Verschiedene Zeitzonen in Europa wäre ja ohnehin nicht verfehlt; die USA haben 4+2 Zeitzonen, Russland hat 9 und Kanada 6. Da kann sich Europa schon 2 oder 3 logisch gezogene Zeitzonen leisten.
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  • Kommentar von Urs Lauper  (Urs Lauper)
    Die Abschaffung der Zeitumschaltung könnte zu einer Abnahme der Stürze im Haushalt führen, weil die Menschen künftig nicht mehr zweimal jährlich ihre Wanduhren umstellen müssen. Das könnte einer der positiven Effekte sein. Die Versicherungsprämien in der Unfallversicherung könnten dadurch eventuell möglicherweise meiner Meinung nach sinken und die Lebenserwartung könnte unter Umständen nach Meinung einer nicht zu unterschätzenden Fraktion der Wissenschaftler eventuell geringfügig ansteigen.
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    1. Antwort von Reto Camenisch  (Horatio)
      Ja! Und ökologisch auch sinnvoll, da weniger Leitern produziert werden müssen.
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