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International Zika-Virus breitet sich in ganz Amerika aus

Das von Stechmücken übertragene Zika-Virus wird sich auf fast alle Länder des amerikanischen Kontinents ausbreiten. Das Virus soll für Hirnmissbildungen bei Babys verantwortlich sein. Eingeschleppt wurde es möglicherweise von Fussballfans.

Legende: Video «Zika-Virus verbreitet Angst» abspielen. Laufzeit 1:33 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 26.01.2016.

Die Gelbfieber-Mücke, die auch für die Zika-, Dengue- und Chicungunya-Infektionen verantwortlich ist, existiert bereits in 21 Ländern Nord- und Südamerikas. Begünstigt vom Klimawandel und höheren Temperaturen wird sich die Mückenplage laut der Weltgesundheitsorganisation WHO auf alle amerikanischen Länder ausdehnen. Nur zwei Länder dürften aufgrund der klimatischen Verhältnisse verschont bleiben: Chile und Kanada.

Brasilien hart getroffen

In Brasilien haben die Zika-Erkrankungen epidemische Ausmasse angenommen. Die Infektion ist mit grippeähnlichen Symptomen verbunden. Inzwischen gibt es aber viele Indizien, die auf einen Zusammenhang zwischen dem Zika-Virus und Schädel- und Hirnmissbildungen bei Neugeborenen hindeuten. Allein in Brasilien liegt die Zahl von Babys mit dieser schweren Behinderung bei rund 4000. Das Risiko besteht dann, wenn die Mutter im ersten Drittel der Schwangerschaft an Zika erkrankt ist.

Wissenschaftler untersuchen jetzt, ob das bislang als eher harmlos eingestufte Virus durch Mutation viel gefährlicher geworden ist. Möglicherweise ist es auch durch Geschlechtsverkehr übertragbar; auch das wird jetzt wissenschaftlich abgeklärt.

Die ersten Zika-Fälle auf dem amerikanischen Kontinent sind im Mai letzten Jahres in Brasilien aufgetreten.

Von Fussballfans eingeschleppt

Ursprünglich aus Afrika stammend, haben wahrscheinlich Fussballfans das Virus während der Weltmeisterschaft von 2014 nach Brasilien eingeschleppt. Dessen Regierung hat angekündigt, sie werde die Entwicklung einer Schutzimpfung gegen das Virus vorantreiben und finanzieren.

Mit Soldaten gegen die Mücke

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus will die brasilianische Regierung bis zu 220'000 Soldaten einsetzen. Die Soldaten sollen in den besonders betroffenen Gebieten von Haus zu Haus gehen und bei der Mückenbekämpfung helfen. «Seit 30 Jahren gibt es diese Moskitos im Land und wir haben es nicht geschafft, sie zu eliminieren», sagte Gesundheitsminister Marcelo Castro am Montagabend nach Angaben der Nachrichtenagentur Agência Brasil. (sda)

10 Kommentare

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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    Interessanterweise lässt sich nur in Brasilien ein Zusammenhang zwischen Zika Infektionen und Mikrozephalus herstellen. Eine mögliche Mutation des Virus oder ein Zusammenhang mit einer vorangegangenen Dengue Infektion- die auch durch die gleiche Mücke übertragen wird - wird in Betracht gezogen. Ebenfalls sind genetische Schäden durch Intoxikation (Pestizide etc.) nicht ausgeschlossen. In Paraguay wurde in 2006-2007 Mikrozephalie bei Kindern festgestellt, deren Mütter Pestiziden ausgesetzt waren.
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  • Kommentar von marlene Zelger (Marlene Zelger)
    Es ist zu befürchten, dass das Zika-Virus bald auch nach Europa eingeschleppt wird. die Völkerwanderung bringt's.
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  • Kommentar von Susanne Lüscher (Lol)
    Dieses Virus ist seit 1940 dokumentiert! Und jetzt plötzlich wird es mittels den 4000 Fällen von Babys mit zu kleinen Köpfen um eine Welle von Angst zu erzeugen. Erinnert stark an 2014 und wie mit Ebolaberichten Angst gemacht wurde
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    1. Antwort von Charles Halbeisen (ch)
      In den betroffen Länder starben viele Menschen, auch Pflege-Personal. Die Furcht bringt die Menschen dazu, Ansteckung zu vermeiden. Und gerade weil man die Sache in Afrika ernst genommen hat, wurden wir hier von Ebola verschont. Aber ganz sicher nutzlos ist es, bei jedem Virus in eine Impf-Hysterie zu verfallen.
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