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International Zum Nachlesen: Protokoll der Ereignisse um den Fifa-Skandal

Schock für die Fifa: Sieben Funktionäre wurden heute Morgen in Zürich festgenommen, darunter sind zwei Vize-Präsidenten. Der Zugriff geschah in Absprache mit den US-Behörden, die den Inhaftierten Geldwäscherei und Korruption im grossen Stil vorwerfen. Lesen Sie hier die Ereignisse im Protokoll.

  • Heute morgen wurden in Zürich sieben Fifa-Funktionäre verhaftet. Dies aufgrund eines Verfahrens der US-Behörden.
  • Die Verhafteten, darunter zwei Vizepräsidenten, sollen seit Jahren Bestechungsgelder von insgesamt 150 Mio angenommen haben.
  • Sechs von sieben Verhafteten weigern sich, an die USA ausgeliefert zu werden. Die USA muss nun innert 40 Tagen ein Gesuch stellen.
  • Die Schweiz ermittelt in einem eigenen Verfahren. Das Justizdepartement lässt die Konten sperren, über die Bestechungsgelder geflossen seien. Zusätzlich wurde eine Hausdurchsuchung bei der Fifa durchgeführt.
  • Für die Fifa hat sich Walter de Gregorio an einer Medienkonferenz geäussert. Demnach sollen Kongress und Präsidentenwahl wie geplant stattfinden.
  • Fifa-Präsident Sepp Blatter und dessen Generalsekretär Jérôme Valcke gehören nicht zu den Verdächtigten.
  • Loretta Lynch und ihr Nachfolger Kelly Currie, Staatsanwalt New Yorks «zeigen der FIFA die Rote Karte». Ihre Untersuchungen seien heute nicht zu Ende, sondern begännen erst.

Der Ticker ist abgeschlossen

  • 18:47

    Fertig für heute

    Danke für Ihre Aufmerksamkeit. Für heute beenden wir den Liveticker.

    Für sie getickert haben Oliver Roscher und Angelo Zehr.

  • 18:39

    Russisches Aussenministerium schaltet sich ein

    «Wir bitten Washington mit Nachdruck, ihre Justiz nicht fernab der eigenen Grenzen durchzusetzen», lässt sich das Russische Aussenministerium von Reuters zitieren.

  • 17:49

    Verhaftete widersetzen sich der Auslieferung an die USA

    Sechs von sieben Verhafteten weigern sich, an die USA ausgeliefert zu werden. Die USA muss nun erst an die Schweizer Behörden ein Gesuch stellen. Dafür haben sie 40 Tage Zeit .Sobald diese Ersuchen eingetroffen sind, wird das Auslieferungsverfahren weitergeführt. Dies teilt das Bundesamt für Justiz (BJ) mit.

    Hier eine Bildergalerie der Verhafteten.

  • 17:35

    Konferenz zu Ende

    Die Pressekonferenz ist zu Ende.

  • 17:13

    Marketing-Verträge geschmiert

    Die Vergabe der Marketing-Verträge sei nachweislich regelmässig von Schmiergeldzahlungen begleitet worden. Einzelne Firmen, die Marketing-Aufträge zugesprochen erhielten, bezahlten offenbar Schmiergelder, um die Verträge zu erhalten, beziehungsweise sie nicht zu verlieren.

    «Umso höher die Beträge in dem Verträgen, desto höher waren auch die Schmiergelder», fügt der Staatsanwalt New Yorks, Kelly Currie an.

    FBI-Chef James Comey hinter drei Mikrofonen
    Legende: «Das Geld, an dem sich einige Funktionäre bedienten, fehlte anschliessend für Fussballfelder für Kinder in der dritten Welt», Kelly Currie, Staatsanwalt in New York, spielt mit starken Emotionen. nbcnews
  • 17:03

    «Heute zeigen wir der FIFA die Rote Karte»

    Der IRS-Chef Richard Weber, der die Ermittlungen geleitet hat, sagt, heute sei ein guter Tag für den Fussball, aber ein schlechter für jene, die den Sport für ihre persönliche Bereicherung missbraucht hätten: «Heute zeigen wir der FIFA die Rote Karte».

    Wir entschuldigen uns für die Probleme mit dem Livestream. Wir konzentrieren uns nun auf den Ticker.

    Legende: Video «Wir zeigen der FIFA die Rote Karte» (engl.) abspielen. Laufzeit 0:29 Minuten.
    Aus News-Clip vom 27.05.2015.
  • 16:57

    Seit 20 Jahren

    Die Schmiergelder seien oft über Mittelsmänner – Einzelpersonen und Firmen – an ihr Ziel gelangt. Bei den Weltmeisterschaften in Südafrika und Brasilien seien ebenfalls Gelder geflossen.

    Diese Machenschaften würden seit «zwei Jahrzehnten» betrieben. Der heutige Tag sei nicht das Ende, sondern der Anfang einer langen Arbeit der strafrechtlichen Aufklärung.

  • 16:53

    «Gier» sei omnipräsent

    Was alle Angeklagte verbinde, sei ihre Gier nach «Cash» – also nach Geld, kritisiert Kelly Currie, Staatsanwalt New Yorks. Er bestätigt nun die einzelne Namen der Angeklagten – speziell den des Vize-Präsidenten Jeffrey Webb.

    Legende: Video «Ihnen allen gemeinsam, war ihre Gier» (engl.) abspielen. Laufzeit 0:09 Minuten.
    Aus News-Clip vom 27.05.2015.
  • 16:51

    Lynch dankt Schweizer Justiz

    Loretta Lynch bedankt sich bei den Schweizer Behörden für ihre gute Zusammenarbeit. Diese werde auch in Zukunft weitergeführt.

    Legende: Video US-Justizministerin Lynch bedankt sich bei der Schweiz (engl.) abspielen. Laufzeit 0:09 Minuten.
    Aus News-Clip vom 27.05.2015.
  • 16:48

    Problematische Verträge

    Justizministerin Lynch kritisiert vor allem Verträge für TV-Übertagungen oder Werbe-Artikel, die von grossen Beträgen an Schmiergeldern begleitet worden seien.

    Dabei gehe es um Gesamtsummen über 150 Millionen Dollar.

  • 16:45

    Konferenz beginnt, Stream mit technischen Problemen

    Die Konferenz beginnt. Loretta Lynch nimmt kein Blatt vor den Mund: «Man darf von den Verantwortlichen des Weltfussballs Integrität und Ehrlichkeit erwarten, stattdessen korrumpierten sie das ganze System um sich selbst zu bereichern».

    Unser Stream-Team kämpft leider noch mit technischen Problemen. Wir entschuldigen uns dafür und arbeiten mit Hochdruck an einer Lösung.

  • 16:01

    Um 16:20 tritt US-Justizministerin Lynch vor die Medien

    Ab 16:20 Uhr Schweizer Zeit finden Sie hier den Livestream der Pressekonferenz mit US-Justizministerin Loretta Lynch und FBI-Chef James Comey. Sie sind für die Festnahmen von heute Morgen verantwortlich. Die Konferenz beginnt mit ca. 20 Minuten Verspätung.

  • 15:57

    Das FBI durchsucht Hauptsitz der CONCACAF

    Das FBI hat am frühen Morgen das Hauptgebäude des CONCACAF durchsucht – des Fussballverbands der Nord- und Zentralamerikanischen und karibischen Länder.

    Drei Beamte schreiten voran
    Legende: Am frühen Morgen schritt das FBI zur Tat und durchsuchte das Hauptgebäude der CONCACAF. Reuters
  • 15:27

    Ueli Maurer zum Fifa-Skandal

    Sportminister Ueli Maurer äusserte sich gegenüber SRF News zu den Fifa-Vorfällen. «In allen Bereichen unserer Gesellschaft gibt es Auswüchse, die wir bekämpfen müssen. Und im Sport ist es nicht anders. Immerhin kann ich daran erinnern, dass wir letztes Jahr an der Sportministerkonferenz des Europarates in Magglingen eine Konvention gegen Korruption im Sport verabschiedet haben und die Schweiz Erstunterzeichner war.»

    Am Rande einer Medienkonferenz zur Sportförderung fügte er hinzu: «Sport ist eine so grossartige Sache, dass man das Negative nicht in Kauf nehmen muss, aber das Positive überwiegt bei weitem.»

    Legende: Video «Die positiven Seiten des Sports überwiegen» abspielen. Laufzeit 0:51 Minuten.
    Aus News-Clip vom 27.05.2015.
  • 15:12

    «Das Beste was passieren konnte»

    Englands Fussball-Legende und TV-Journalist Gary Lineker macht aus seinem Herzen keine Mördergrube. Er glaubt, das die Ereignisse in Zürich das Beste ist, was dem schönen Spiel passieren konnte.

  • 15:06

    DFB-Chef: «Es ist schockierend»

    Auch der Deutsche Fussball-Bund (DFB) zeigt sich von den Ereignissen in Zürich erschüttert. «Es ist schockierend und schädlich für den gesamten Fussball, was sich in Zürich zwei Tage vor dem Fifa-Kongress abspielt», sagte der DFB-Chef dem Sport-Informations-Dienst (SID).

    Es wäre erschütternd, wenn sich die im Raum stehenden, schweren Vorwürfe gegen Mitglieder der Fifa als richtig herausstellen. In der Uefa werden wir angesichts dieser Vorkommnisse beraten, wie wir uns auf dem bevorstehenden Fifa-Kongress verhalten», erklärt er weiter.
    Niersbach soll ab 29. Mai den Platz seines Vorgängers beim DFB, Theo Zwanziger, im Fifa-Exekutivkomitee einnehmen.

  • 14:36

    Wer den Schaden hat...

    ...braucht für den Spott nicht zu sorgen. Von «Mafifa» bis «Fifaengnis»: Die Online-Welt reagiert teils amüsiert auf die Ereignisse rund um die Fifa. Eine Auswahl der humoristischen Netzperlen finden Sie hier.

  • 14:20

    Das sagt Blatters Herausforderer

    Präsidentschaftskandidat Prinz Ali bin al-Hussein will Joseph Blatter vom Fifa-Thron stossen. Nach den Festnahmen der sieben Fifa-Funktionäre hat er von einem «traurigen Tag für den Fussball» gesprochen. Mit Verweis auf den weiteren Verlauf der Untersuchungen und Massnahmen sei es nun nicht angemessen, «zum jetzigen Zeitpunkt darüber hinaus» Kommentare abzugeben, hiess es in einer Mitteilung des jordanischen Verbandschefs.

    Prinz Ali
    Legende: Prinz Ali bin al-Hussein (39) aus Jordanien ist der einzige Gegenkandidat von Joseph Blatter. Reuters
  • 14:04

    «Eine neue Chance»

    SRF-Reporterin Biljana Gogic berichtet vom Hauptsitz der Fifa in Zürich. «Die Glaubwürdigkeit der Fifa hat weiter Schaden genommen», erklärt sie. Doch die Ereignisse von heute würden für den Fussballverband auch eine neue Chance bedeuten: Denn nun kümmere sich endlich eine externe Behörde um die Korruptionsvorwürfe. Das sorge für Transparenz, denn bisher habe die Fifa ja selbst untersucht.

    Legende: Video SRF-Reporterin über die Fifa-Medienkonferenz abspielen. Laufzeit 2:40 Minuten.
    Aus Tagesschau am Mittag vom 27.05.2015.
  • 13:57

    Zweifel beim englischen Fussballverband

    Der englische Fussballverband ist Fifa-Chef Joseph Blatter nicht gerade in inniger Zuneigung zugetan. Verbandschef Greg Dyke hat sich bereits offen auf die Seite von Blatter-Herausforderer Prinz Ali geschlagen. Nach den heutigen Ereignissen stellt er offen die Durchführung der Fifa-Präsidentenwahl infrage.

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84 Kommentare

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  • Kommentar von Nenad Peric, Zürich
    Der Herr Blatter ist eine Schande für die Schweiz und den Fussball allgemein. Jetzt sagt er dass er froh ist dass solche Sachen aufgedeckt warden. Wo war er 20 Jahre lang als die Korrupten Herren sich bedienten ??? Da hat er alles unter den Tepich gewischt. Auch die Missstände auf den FIFA Baustellen sind ihm ja egal. Hauptsache sein " Verein " scheffelt OHNE Steuern zu zahlen. HERR BLATTER: Ich bitte Sie zurückzutretten. Machen Sie es für die Schweiz. Sie leidet genug unter Ihrem Namen
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  • Kommentar von u.felber, luzern
    Gut so, die Amis werden da aufräumen, wie bei den Banken. Es wäre allerdings wünschenswert wenn die USA auch gegen ihre eigenen Sauerrein vorgehen würde! Da wird noch viel den ``Guli`` hochkommen ;)
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  • Kommentar von René Angstmann, Hütten
    Kein KONKRETER, handfester Beweis wurde von den USA dargelegt. Ausserdem seit wann ist der Imperialist par excellence so interessiert an unserem Fussball? Liebe Yankees, Ihr scheint ein Problem zu haben, wenn Ihr nicht überall die Besten seid. Im Fussball sind's nun mal die Deutschen, die Europäer (I, E, NL), die Südamerikaner und sogar die Schweiz ist besser als Ihr. Wollt Ihr uns auch noch den Krieg erklären und hoffentlich darf man das noch sagen, ohne von Euch verhaftet zu werden!
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    1. Antwort von E. Jenni, Ottikon
      @Angstmann: Ihr Kommentar ist mit Verlaub, ziemlich daneben. Jetzt hat diese ewige anti-USA Stimmung sogar beim Fussball Einzug gehalten. Wer sonst als die amerikanische Justiz hat mehr Gewicht um gegen diesen korrupten Haufen namens FIFA vorzugehen? Die Schweizer Justiz vielleicht? Seien sie doch froh, dass auch hier die USA die Drecksarbeit übernehmen! Die Europäer. sprich UEFA, halten sich lieber diskret im Hintergrund. Oder sind sie auch Teil des Problems?
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    2. Antwort von M.Kaiser, Rebstein
      Angstmann meinen Daumen oben haben sie ! Trotz ihres Gegenkommentar bei meiner Stellungnahme - ich behalte mir eben das Recht , auch meinen Gegenspielern recht zu geben wenn sie aus meiner Sicht Recht haben.
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    3. Antwort von René Angstmann, Hütten
      @Jenni, als Eidgenosse kann man NICHT für imperialistische Machtgebilde sein. Und Sie wissen schon, wer DAS auf dieser Welt ist? Noch ein Wort zur FIFA: Glauben Sie, wenn Blatter nicht mehr vorsteht, wer es dann ist? Ich traue noch eher dem gewiss verschlagenen Herrn Blatter als sonst einem...
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