«Auf eine friedliche Wiesn!» – dank Zäunen und Polizei

Mit nur zwei Schlägen hat Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter pünktlich um 12 Uhr das erste Fass Bier angezapft und damit das 183. Oktoberfest eröffnet. Das grösste Volksfest der Welt findet angesichts der Terrorbedrohung in Europa unter massiv verschärften Sicherheitsvorkehrungen statt.

Video ««Auf eine friedliche Wiesn!»» abspielen

«Auf eine friedliche Wiesn!»

1:39 min, aus Tagesschau vom 17.9.2016

Mit zwei Schlägen hat Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) pünktlich um 12 Uhr das erste Fass Bier angezapft und damit das 183. Münchner Oktoberfest eröffnet. Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) stiess mit ihm wie jedes Jahr «auf eine friedliche Wiesn» an.

Der Standardwunsch zur Eröffnung des grössten Volksfestes der Welt hat in diesem Jahr eine besondere Bedeutung. Nach dem Amoklauf von München und mehreren Anschlägen in Europa herrschen in diesem Jahr deutlich verschärfte Sicherheitsvorkehrungen.

Strenge Eingangskontrollen und ein Zaun ums ganze Gelände

Wiesn-Eingang Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Strenge Eingangskontrollen Die Zahl der Ordnungskräfte wurde im Vergleich zum letzten Jahr verdoppelt. Keystone

So stehen 600 Polizisten im Einsatz, die Zahl der Ordnungskräfte wurde auf 450 verdoppelt. Erstmals ist das von 29 Kameras überwachte Festgelände auf allen Seiten mit Zäunen abgesperrt. Besucher werden streng kontrolliert und dürfen keine grossen Taschen und Rucksäcke bei sich tragen. Selbst die Musiker in Tracht müssen am Wiesn-Eingang ihr Gepäck kontrollieren lassen.

Das Münchner Oktoberfest dauert bis am 3. Oktober. Jedes Jahr kommen dafür jeweils rund sechs Millionen Besucher aus aller Welt auf die Marienwiese. Seinen Ursprug hat das Fest bei der Hochzeit von Kronprinz Ludwig und Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen im Jahr 1810.