Tag der Gesundheitsschädlinge Aufgepasst vor blutsaugendem Getier!

Bettwanzen und andere Gesundheitsschädlinge sind auf dem Vormarsch. Das ist nicht nur lästig, manchmal ist die Bekämpfung auch teuer.

Bettwanze auf menschlicher Haut. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Ungebetener, blutsaugender Gast im Bett: Die Bettwanze. Imago

Weshalb haben die Fälle von Bettwanzen in letzter Zeit zugenommen? Grund ist der zunehmende Reise-, Migrations- und Warenverkehr. Erstaunlich ist auch, dass nicht alle Menschen gleich auf Bettwanzen reagieren. So bemerken manche Menschen gar nichts von einem Befall ihrer Möbel. Andere getrauen sich nicht, einen Befall zu melden oder sie haben kein Geld, um die Bettwanzen zu bekämpfen, weil dies oftmals teuer ist. Auch diese Faktoren können einer Ausbreitung förderlich sein.

Was kann man gegen Bettwanzen unternehmen? Wer glaubt, dass er in den Ferien Opfer von Bettwanzen geworden sein könnte, also beispielsweise typische Stiche am Körper feststellt, sollte den Ferienkoffer nach dem Heimkommen nicht in die Wohnung nehmen. Auch sollte die Ferienwäsche mit 60 Grad gewaschen werden. «Zumindest sollte die Wäsche in einem ersten Schritt in einem Plastiksack verschlossen werden, damit sich die Wanzen nicht in der Wohnung ausbreiten können», sagt Isabelle Landau vom Verband Schweizerischer Schädlingsbekämpfer.

Was kann man bei einem Befall von Bettwanzen tun? Gegen die lästigen Blutsauger kann man mit Wärme oder Kälte, kombiniert mit Insektiziden vorgehen. «Der Profi vor Ort muss bestimmen, mit welcher Methode vorgegangen wird», so die Schädlingsbekämpferin Landau. Es komme auf die Art des Gebäudes und der Baumaterialien an sowie auf die Menge des Materials in einem Zimmer, das von den Bettwanzen befallen sei, welche Methode gegen die Insekten am Erfolg versprechendsten sei.

Was tun gegen Bettwanzen-Stiche? Auskunft gibt Fabian Vaucher vom Pharmasuisse

Wenn jemand mit verdächtigen Stichen in die Apotheke kommt, muss zuerst abgeklärt werden, um welche Gesundheitsschädlinge es sich handelt – Zecken, Flöhe, Mücken, Bettwanzen oder etwa Läuse. Gerade nach den Ferien sind die Läuse am häufigsten, vor allem bei den Kindern. Zunehmend kommen auch Menschen mit Symptomen in die Apotheke, die sie nach einem Aufenthalt in einer AirBnB-Unterkunft vorweisen. Grundsätzlich nehmen die Nachfragen von Menschen mit unbekannten Stichen zu. Grund dafür ist die hohe Mobilität, aber auch der Klimawandel. Wichtig ist bei einem Befall, umgehend in der Apotheke Hilfe zu holen.

Sendungsbeiträge zu diesem Artikel

  • Bettwanzen-Plage in der Schweiz

    Aus 10vor10 vom 16.12.2015

    Immer mehr Bettwanzen sorgen in der Schweiz für Aufregung. Egal ob im Luxushotel oder in der Jugendherberge – auflesen kann man die Schädlinge überall. «10vor10» zeigt wie man sie bekämpft.

  • Bettwanzen – Plagegeister auf dem Vormarsch

    Aus Puls vom 24.2.2014

    Keiner spricht gern darüber, doch viele Hotelliers und Privatpersonen kennen das Problem: Bettwanzen breiten sich immer weiter aus. Häufig werden die Wanzen aus den Ferien nach Hause eingeschleppt oder zu Hause in den Ferienbetten aufgelesen. Bemerkbar machen sich die Blutsauger durch unangenehm juckende, rote Stiche.