Bonjour, Magali Jenny!

Die 41-jährige Ethnologin interessiert sich in ihrer Forschung vor allem für Heilerinnen und Heiler in der Schweiz: für Gesundbeterinnen, Einrenker und Handaufleger. Ihre Lizentiatsarbeit zu Heilern in der Westschweiz ist gar zum Bestseller geworden, mit über 50'000 verkauften Exemplaren.

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Serie «Bonjour les Romands!»

8.–12.7.: Jacqueline de Quattro

15.–19.7.: Jean-Pierre Rochat

22.–26.7.: Sami Kanaan

29.7.–2.8.: Magali Jenny

5.–9.8.: Isabelle Guisan

12.–16.8.: Ludwig Oechslin

Als Kind hat Magali Jenny persönlich Erfahrungen gemacht mit einer Einrenkerin. Im Interview erkärt sie, wie die – zum Teil umstrittenen – Methoden funktionieren.

«Wenn ich ein Problem habe, gehe ich zu den Heilern»

Magali Jenny hat sich nicht nur mit Heilerinnen und Heilern in der Schweiz beschäftigt, sondern auch mit der Geschichte von Schamaninnen und Schamanen in grauer Vorzeit.

Dazu hat sie noch eine andere Leidenschaft: schwere Maschinen – Motorräder. Sie braust fürs Leben gern auf dem Töff durch die Gegend, und sie arbeitet auch wissenschaftlich mit Motorradfahrern. Genauer gesagt, geht sie in ihrer Doktorarbeit dem Phänomen der Motorrad-Pilgerfahrten auf den Grund. Ihre Heimatstadt Freiburg, genauer die dortige Kathedrale, ist alle fünf Jahre Pilgerort für Töfffreaks. Deshalb kommt ein Teil des Gesprächs aus der Freiburger Kathedrale Saint-Nicolas.

«Die Segnung der Motorräder ist wichtig»

Anlässlich der Madonnina dei Centauri rollen die Motorräder in die Kathedrale von Fribourg und beide, Fahrer und Maschine, werden mit Weihwasser besprüht. Zehn Motorräder dürfen in die Kirche, die anderen müssen draussen warten. Und das Bedürfnis nach der Segnung scheint gross: «Vor drei Jahren warteten 1500 Töffahrer mit ihren Fahrzeugen vor der Kathedrale».

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