Feuerinferno in Oakland Brand-Tragödie: 36 Tote geborgen

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Die Nacht der Tragödie in Oakland (unkomm.)

0:39 min, vom 4.12.2016

Das Wichtigste in Kürze

  • Mindestens 36 Tote bisher geborgen.
  • Einige Opfer stammen auch aus Europa und Asien.
  • Behörden: Tödlichster Brand in der Geschichte der Stadt.
  • Angehörige sollen DNA-Quellen für die Identifizierung bereitstellen.
  • Ursache des Brandes weiter unklar.
  • Noch immer kein Zugang zu allen Teilen des ausgebrannten Lagerhauses.

Das Feuer in einem Lagerhaus im kalifornischen Oakland hat mindestens 36 Menschen das Leben gekostet. Unter den Toten sind auch Teenager, wie Polizeisprecher Ray Kelly am Sonntag sagte. Manche der Opfer stammten demnach aus Europa und Asien.

«Wir befürchten das Schlimmste und hoffen das Beste»

Einsatzkräfte suchten das stark zerstörte Gebäude unterdessen weiter ab. Sie gingen davon aus, dass die Todeszahl weiter steigen könnte. «Wir befürchten das Schlimmste und hoffen das Beste», erklärte Kelly.

Er wollte nicht sagen, aus welchen Ländern die Opfer genau stammten. Man arbeite über diplomatische Kanäle daran, sie zu identifizieren, sagte er. Wie Bürgermeisterin Libby Schaaf sagte, wurde ein Ermittlungsverfahren zu dem Brand eingeleitet. Nähere Angaben zum Hintergrund machte sie nicht.

«Tragödie von ungeheuerlichem Ausmass»

Die Ursache des Feuers war zunächst weiter unklar. Die Ermittler sprachen vom tödlichsten Brand in der Geschichte der Stadt. Schaaf bezeichnete es als eine «Tragödie von ungeheuerlichem Ausmass».

Der Brand war am Freitagabend (Ortszeit) während einer illegalen Party in dem zweistöckigen Gebäude ausgebrochen. Zwischen 50 und 100 Menschen sollen diese besucht haben. Die Ermittler riefen Angehörige dazu auf, DNA-Quellen von vermissten Freunden oder Familienmitgliedern bereitzustellen, um die Identifikation zu erleichtern.

Wenige Todesnachrichten überbracht

Bislang wurden erst wenige Todesnachrichten an Familien überbracht. Ein Seelsorger kümmerte sich um Angehörige, die vor Ort ausharrten. Die Bergungsarbeiten gestalteten sich schwierig. Das Feuer hatte über Stunden gewütet und das Gebäude erheblich zerstört. Das Dach stürzte ein, woraufhin auch die zweite Etage in Teilen einbrach. Auch am Sonntag konnte immer noch nicht alles vollständig abgesucht werden.

Das Lagerhaus wurde von Künstlern genutzt, eine Genehmigung für die Party gab es nicht. Die Stadt hatte am 13. November eine Untersuchung eingeleitet, ob Menschen dort unerlaubterweise wohnten. Nach Angaben der Behörden gab es zwei Ausgänge. Über eine Sprinkleranlage und Rauchmelder verfügte das Gebäude laut Feuerwehr nicht.