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Panorama Costa Concordia ist am Ziel

Die letzte Etappe war Millimeterarbeit: Die Costa Concordia ist zweieinhalb Jahre nach dem Schiffsunglück geborgen. Italien ist stolz auf den Erfolg der Aktion – die Ankunft des rostigen Wracks wurde in Genua zum Spektakel.

Die Costa Concordia hat ihre letzte Fahrt zum Abwrackort Genua geschafft. Das havarierte Kreuzfahrtschiff fuhr in den Hafen der norditalienischen Stadt ein. Tausende Menschen beobachteten von den Hügeln um Genua die Ankunft des Schiffes. Stolz feierten die Italiener das geglückte Mammutprojekt – sie nahmen sich aber auch Zeit, um an die Opfer zu erinnern.

«Es ist wie ein Lkw mit angezogener Bremse»

Lotsen und insgesamt acht Schlepper brachten die Costa Concordia an ihren endgültigen Platz. Das komplizierte Manöver zum Abschluss der Bergungsaktion dauerte noch einmal mehrere Stunden. «Es ist wie einen Lastwagen mit angezogenen Bremsen zu manövrieren, man braucht sehr viel Kraft und Vorsicht», erklärte Giovanni Calvelli von der Küstenwache Genua.

«Das Schiff hat keinen Antrieb und vor allem wird es von den 30 Schwimmtanks gebremst, die es sehr unbeweglich machen.» Die luftgefüllten Schwimmtanks hatten dem Riesen wieder Auftrieb gegeben.

Die Schiffsroute entlang der italienischen Mittelmeerküste.
Legende: Die Schiffsroute vorbei an Korsika entlang der italienischen Mittelmeerküste. SRF

Ab Montag soll dann mit dem Verschrotten des Schiffs begonnen werden. Der Prozess dauert fast zwei Jahre, rund 1000 Arbeiter sollen damit beschäftigt sein. Rund 80 Prozent der Materialien des früheren Luxusschiffs sollen recycelt werden.

Die knapp viertägige Reise vom Unglücksort vor der Insel Giglio verlief für die Costa Concordia, ihre vier Schlepper und zehn Begleitschiffe ohne grössere Probleme.

Suche nach letztem Opfer

Der 290 Meter lange Kreuzfahrtkoloss war im Januar 2012 vor der toskanischen Insel Giglio auf einen Felsen gefahren und havariert. 32 Menschen starben bei dem Unglück. Nach dem letzten noch vermissten Opfer soll beim Verschrotten des Schiffs erneut gesucht werden.

Nach der Havarie war die Costa Concordia in einer weltweit einmaligen und insgesamt rund 1,5 Milliarden Euro teuren Bergungsaktion auf den Abtransport vorbereitet worden.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von .werner ammann , winterthur
    Gut haben die das gemacht. Aber bei dieser Anlegestelle kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, wie sie das Schiff abbrechen wollen. Links vom Schiff ist ja nur eine kleine Hafenmauer und rechts vom Schiff nur Wasser. Hat jemand eine Idee ?
    1. Antwort von Marlene Zelger , 6370 Stans
      Keine Sorge, die Leute wissen schon, wie sie vorgehen müssen. Die Concordia wird fachgerecht verschrottet werden, an diesem Platz.
    2. Antwort von Albert Planta , Chur
      Naja, das Schiff wurde auch von"Profis" in die Klippen gesetzt:)
  • Kommentar von Marlene Zelger , 6370 Stans
    Das war tatsächlich eine Meisterleistung der Superlative. Congratulazione! Solche hochqqualifizierte Techniker und Ingenieure sollte die Schifffahrtsgesellschaft Vierwaldstättersee haben. Seit der Aufteilung in Technik und Betrieb häufen sich besonders bei den Dampfschiffen Pannen. So erlitten innert drei Tagen, seit Freitag, gleich drei Dampfschiffe einen mehr oder weniger grossen Defekt. Das ist für die Mannschaften, die mit den alten Damen liebevoll umgehen, mühsam und nicht lustig.
  • Kommentar von Josef Beeler , Wattwil
    Diese Bergung der Costa Concordia und der Transport nach Genova ist wirklich ein Meisterstück der Ingenieurkunst. Hut ab vor allen daran beteilgten Menschen!
    1. Antwort von Ulrich brennwald , Zürich
      Einfach eine supper Leistung der heutigen Techik und sehr der Umwelt zuliebe