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Panorama Dank Christo übers Wasser gehen

Trockenen Fusses übers Wasser gehen – eine neue faszinierende Grossinstallation des «Verpackungskünstlers» Christo macht es möglich. Bis zu einer halben Million Menschen werden auf den «Floating Piers» auf dem norditalienischen Lago d‘Iseo erwartet.

Legende: Video Christos «Floating Piers» auf dem Iseo-See abspielen. Laufzeit 01:04 Minuten.
Aus Tagesschau Spätausgabe Wochenende vom 18.06.2016.

Tausende Besucher sind gleich nach der Eröffnung über die drei Kilometer langen, gelb-orange schimmernden Stege des weltberühmten Projektkünstlers Christo gelaufen. So auf dem Wasser zu wandeln – das macht die spektakuläre Installation «Floating Piers, Link öffnet in einem neuen Fenster» möglich: Auf dem norditalienischen Lago d’Iseo, der zwischen Bergamo und dem Gardasee liegt. Vom Dörfchen Sulzano führen die Stege zur Insel Monte Isola und von dort zum kleinen Eiland Isola di San Paolo.

Christo (81) und sein Team hatten in den vergangenen Monaten 220'000 Schwimmwürfel aus Kunststoff zusammengeschraubt und dann mit einem gelb-orange leuchtendem Polyamidgewebe überzogen, das je nach Lichteinfall die Farbe wechselt. Der Stoff wurde in der Nähe von Münster in Deutschland hergestellt und in Lübeck vernäht. Insgesamt kostete das Projekt, das für jedermann rund um die Uhr gratis zugänglich ist, 15 Millionen Euro.

Am besten barfuss

Die Besucher sollten das Werk «mit allen Sinnen» geniessen und wie einen «Boulevard» im Wasser betrachten, der zu ausgedehnten Spaziergängen einlade – am besten barfuss, sagte Christo der Agentur dpa. Die Stege, die nicht schaukeln, sondern die Bewegung des Wassers gewissermassen in sich aufsaugen und nachempfinden, wurden von Tauchern mit 190 tonnenschweren Ankern auf dem Grund des Sees befestigt.

Christo ist weltweit berühmt für spektakuläre Grossprojekte und Verhüllungsaktionen, die er jahrzehntelang gemeinsam mit seiner 2009 gestorbenen Frau Jeanne-Claude verwirklicht hat. Zu den bekanntesten Werken gehören «Der Verhüllte Reichstag (Berlin 1995), »Surrounded Islands« (Florida 1983) und »The Gates« (New York 2005).

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Tom Steinemann (Tom Steinemann)
    Was sind denn hier für ungeheure Banausen? Bestimmt findet ihr die Pyramiden von Gizeh oder die Chinesische Mauer supertoll? Dafür gingen nicht bloss "Steuergelder" sondern tausende Menschenleben drauf. Aber Christo finanziert seine Projekte grösstenteils selber. Und Unzählige freuen sich offensichtlich daran.
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  • Kommentar von Edi Steinlin (rosi)
    Da keinerlei Eintritt verlangt wird, muss oder darf vermutlich der Staat diesem Christos die 15 Millionen Euro geben. Was waren Künstler wie Michel Angelo usw. für armselige Figuren gegen ein Cristos. Es ist zum Ko...., eine gewaltige Umweltverschmutzung, sinnlos für nix und wider nix.
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  • Kommentar von Alex Bauert (A. Bauert)
    Ich dumm sein. Nix verstähn von Kunst. Kann gar nix erkennen in dieser «Installation». Aber sie ist super - zumindest für das Portemonnaie, äh, Bankkonto (Millionen werden ja nicht bar ausgezahlt), von Christo. Sozialhilfe wird überall gekürzt, auch in Italien. Wie viel Korruption ist mit inbegriffen?
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