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Panorama Diese «Mauer» verzückt Berlin: 7000 Lampen zum Mauerfall

Eine Lichtinstallation zum 25. Jahrestag des Mauerfalls in Berlin hat Hunderttausende Besucher angelockt. In der Nacht zum Samstag flanierten Einheimische und Touristen in Scharen an knapp 7000 erleuchteten Ballons vorbei, die den früheren Verlauf der Berliner Mauer nachzeichnen.

Legende: Video Lichtinstallation erinnert an Berliner Mauer abspielen. Laufzeit 1:09 Minuten.
Aus Tagesschau Nacht vom 07.11.2014.

Eine Lichtinstallation zeichnet in Berlin den früheren Verlauf der Berliner Mauer von der Bornholmer Brücke über das Brandenburger Tor bis zur Oberbaumbrücke nach. Hunderttausende genossen das Spektakel bestehend aus knapp 7000 erleuchteten Ballons.

Bis Samstagmorgen gingen allerdings zwischen 50 und 100 der Ballons kaputt. Nach Angaben der Kulturprojekte Berlin platzten die Leuchtkugeln oder wurden aus Versehen beschädigt. Einige Ständer seien aber auch absichtlich umgeknickt worden, hiess es. Diese wurden am Samstagmorgen repariert.

Legende: Video Was von der Berliner Mauer geblieben ist abspielen. Laufzeit 1:55 Minuten.
Aus Tagesschau vom 08.11.2014.

Einstimmung auf den Festtag

Am Samstag dann, haben sich die Berliner und hunderttausende Besucher bei strahlendem Sonnenschein auf den 25. Jahrestag des Mauerfalls eingestimmt. «Diese Stadt hat Geschichte geschrieben», sagte die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Neuen Nationalgalerie in Berlin.

«Der menschliche Drang nach Freiheit lässt sich nicht auf Dauer unterdrücken», betonte die aus der einstigen DDR stammende Politikerin bei der Eröffnung der «Falling Walls Conference», einer internationalen Wissenschaftstagung.

Das grosse Fest am Sonntag

Die zentrale Gedenkveranstaltung zum Mauerfall-Jubiläum findet am Sonntagmorgen an der Gedenkstätte Berliner Mauer in Berlin-Mitte statt. Merkel wird eine Rede halten, anschliessend wird die neue Dauerausstellung der Gedenkstätte eröffnet.

Am Brandenburger Tor laden die Bundesregierung und das Land Berlin ab Sonntagmittag zu einem grossen Fest mit Stars wie Peter Gabriel, Daniel Barenboim und Udo Lindenberg ein.

Legende: Video Adrian Arnold zu den Feierlichkeiten abspielen. Laufzeit 1:59 Minuten.
Aus Tagesschau vom 08.11.2014.

Höhepunkt der Feierlichkeiten soll am Sonntagabend die Ballonaktion «Lichtgrenze» werden: Tausende Ballon-Paten stehen auf einer 15 Kilometer langen Strecke neben den leuchtenden Ballons, die dann mit Helium befüllt werden. Sie sollen ab 19:00 Uhr in die Höhe steigen und so die Auflösung der Grenze symbolisieren. Bis dahin ist in Berlin ein grosses Festprogramm geplant, zu dem Gäste aus dem In- und Ausland erwartet werden.

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12 Kommentare

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  • Kommentar von Christian Grabener, Bern
    Entschuldigt, aber es bewegt: Eines dürfen wir heute niemals vergessen als Deutsche: am 9. November 1938 war auch die Reichsprogromnacht ("Kristallnacht"). Schade, dass ich nirgends das Gedenken daran lese. Die Deutsche Politik hat es leider nicht geschafft, anstatt dem ("Feier"-) "Tag der Deutschen Einheit" am 3. Oktober, einen Nationalen Gedenktag zum 9. November zu etablieren. "Gedenken" heisst eben nicht (nur) "Feiern". Glück und unsagbares Leid liegen auch im Kalender oft nah beieinander.
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    1. Antwort von Hans Hartmann, Rep. Dominicana
      CG,B.@ ¿Ein Feiertag ? Es giebt heute noch Menschen die leiden was die Deutschen angerichtet haben.Ein sehr guter Kommentar von Ihnen.
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  • Kommentar von G.Schneider, Liestal
    Als ein relativ Junger Mensch mit Jahrgang '90 finde ich es immer wieder extrem schwer, mir vorstellen zu können, wie so etwas in Mitteleuropa hat passieren können und wie sich eine solche Zeit anfühlt. Mir wird dann bewusst, wie sehr ich Glück habe, in einer verhältnismäßig so friedlichen Zeit (bezogen auf Mitteleuropa!) zu Leben! In der Schweiz haben wir es sowieso sehr gut in dieser Hinsicht. Die letzte grosse Auseinandersetzung liegt hier immerhin schon 167 Jahre zurück.
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  • Kommentar von J. C. Gehrig, Hallwil
    Mir war das Jubiläum eigentlich nicht bewusst, doch die Idee mit den Ballons ist ästhetisch, würdig, sinnstiftend. Die neuerliche Auflösung dieser "Mauer" ist schlichtweg Kunst. Gratulation zu diesem Projekt!
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    1. Antwort von B. Küng, Biel
      Bin absolut gleicher Meinung. Super Kommentar, ganz im Gegensatz zu jenen von Maruhn und Haller.
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    2. Antwort von Christian Grabener, Bern
      Herr Gehrig, toller Kommentar. Lieber Herr Küng, selbst Deutscher, finde ich den Kommentar von Herrn Haller absolut in Ordnung und auch bedenkenswert. Zumal, in perfekter und nicht angreifender Form vorgebracht. Ein Gedenktag soll doch auch Fragen aufwerfen dürfen. Wenn nicht in dieser Form und zu diesem Anlass, wie und wann dann? Finde es eher wertvoll... Gruss aus Bern! PS: Herr Küng, möchte mal sagen, Ihre Kommentare sind für mich immer wieder Aufsteller, Danke dafür.
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    3. Antwort von M. Maruhn, Düren
      @B. Küng : Ihr Interesse an professioneller Erwiderung ist sehr erfreulich ! Fremd Denken zulassen, liegt voll im Trend und ist kostenlos. Leider ist das nicht zu verschenken, der Besitz ist weit verbreitet. Was wissen Sie, was Sie uns nicht sagen wollen ?
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    4. Antwort von B. Küng, Biel
      Herr Grabener, mit meiner Bemerkung zum Kommentar von Herrn Haller möchte ich nur auf die in der Schweiz vorherrschende Deutschen-Phobie hinweisen. Ich finde es sehr bedauerlich, dass selbst an diesem Tag es gewisse Eidgenossen nicht unterlassen können, ihrem Deuschen-Hass freien Lauf zu lassen.
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