Drei Schweizer stürzen am Monte-Rosa-Massiv in den Tod

Drei Schweizer Bergsteiger sind am frühen Morgen auf der Südseite des Monte-Rosa-Massivs in den Tod gestürzt. Sie fielen 800 Meter in die Tiefe, nachdem sich grosse Schneemassen losgelöst hatten. Fünf Überlebende wurden von italienischen Rettungsmannschaften in eine Berghütte gebracht.

Monte-Rosa-Massiv mit Dufourspitze als höchstem Punkt Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Dufourspitze (4634m) im Monte-Rosa-Massiv an der Grenze zu Italien ist der höchste Punkt der Schweiz. Keystone

Die Alpinisten gehörten einer Gruppe von insgesamt acht Personen an, wie Tiziano Trevisan, Sprecher der Bergrettungsorganisation im Aostatal sagte. Drei Bergsteiger stürzten 800 Meter in die Tiefe, nachdem sich grosse Schneemassen losgelöst hatten.

Leichen noch nicht geborgen

Viele Bergunglücke im August

1:45 min, aus Tagesschau vom 28.8.2016

Die anderen Bergsteiger konnten Alarm schlagen, wie mehrere Nachrichtenagenturen meldeten. Sie wurden von den Rettungskräften in eine Berghütte gebracht. Die Leichen konnten wegen hoher Gefahr weiterer Schneeabbrüche noch nicht geborgen werden.

Der Monte Rosa ist ein Gebirgsmassiv in den Walliser Alpen auf der Grenze zwischen der Schweiz und Italien. Sein Hauptgipfel, die Dufourspitze, ist mit 4634 Metern der höchste Punkt der Schweiz. Der Absturz ereignete sich gemäss der Nachrichtenagentur Ansa an der Signalkuppe.

Erfahrungsgemäss am meisten Bergtote im August

Im August gibt es immer die meisten Bergtoten, sagt Bruno Hasler, Chef Ausbildung beim SAC. Dann seien die meisten Leute unterwegs. In den letzten zehn Tagen sei das Wetter perfekt gewesen, so hätten sich viele Menschen noch einmal zu einer Bergwanderung entschlossen. Dass überwiegend jüngere Personen ums Leben kommen, konnte Hasler nicht bestätigen.

Viele Bergtote in diesem Sommer

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Drei tote Schweizer am Monte-Rosa-Massiv. Sie stürzten ab, nachdem sich Schneemassen gelöst hatten.
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