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Panorama Eklat an UNO-Sitzung: Nordkoreaner sorgen für Tumulte

Nordkoreanische Diplomaten unterbrechen an einer UNO-Sitzung die Vorträge von Regimeopfer aus Nordkorea. Es kommt zu tumultartigen Szenen. Die Diplomaten verlassen unter Protest-Rufen den Saal.

Legende: Video Tumult an einer Uno-Sitzung abspielen. Laufzeit 01:49 Minuten.
Aus News-Clip vom 01.05.2015.

Unter Tränen schildert die 28-jährige Nordkoreanerin Jay Jo vor den Vereinten Nationen (Uno) in New York ihre Kindheit unter dem Terrorregime: «Meine Brüder und Schwestern starben in meinen Armen. Ich verlor meinen Vater. Ich verlor meine Grossmutter und meinen jüngeren Bruder, der mir zum Abschied winkte, nicht wissend, dass wir uns nicht wieder sehen würden.»

Als Joseph Kim, ein anderer nordkoreanischer Überläufer, seine Leidensgeschichte erzählt, wird sein Vortrag von einer nordkoreanischen Delegation gestört. Die drei Uno-Diplomaten wurden zum USA- und Südkorea-Treffen zu den Menschenrechten geladen und hätten Gelegenheit gehabt, im Anschluss zu den Aussagen Stellung zu nehmen.

Mikrofon wird ausgeschaltet

Stattdessen unterbricht Diplomat Ri Song Chol die Ausführungen von Joseph Kim. Er hält eine sechs-minütige Rede gegen die USA und beschuldigt diese, Menschenrechte zu verletzen und Rassismus vorzuleben. Dann wird das Mikrofon ausgeschaltet. Die nordkoreanische Delegation verlässt unter Protest-Rufen den Saal.

Die Vorsitzende des Treffens, die US-Diplomatin Samantha Power, kritisiert darauf die Intervention der nordkoreanischen Delegation als «völlig selbst-disqualifizierend». Power stellt ausserdem fest, dass es für die 20 anwesenden Regime-Opfer und Überläufer furchterregend sein müsse, mit derartigen Einschüchterungen und Störungen konfrontiert zu werden.

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12 Kommentare

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  • Kommentar von W. Pip, Züri
    Klar müssen die USA vor der eigenen Tür wischen, aber das ist keine Entschuldigung. In dem Falle schon gar nicht… „Ich ha nid, er hät au“… Mit diesem kindlichen Paradoxon wird heute alles gerechtfertigt. Und: Man kommt damit durch… Widerlich.
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  • Kommentar von u.felber, luzern
    Horror wie hier zum teil das Grauen von dem Nordkoreanischen Regime schön geschrieben wird. Es wird mir Kotzübel. Die Russen und Chinesen stehen auch noch hinter diesem Massenvernichtungs Regime, von roten Westlern bejubelt.
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  • Kommentar von Jaromir Sanchez Soleval, Basel
    Die USA wegen Menschenrechtsverletzungen anzuprangern finde ich angesichts des Folterberichtes, der Todesstrafe, Guantanamo und NSA legitim. Allerdings sollten diese Anschuldigungen vielleicht nicht gerade von Nordkorea kommen. Alle wissen wie miserabel die Lebensumstände dort sind. Da gibt es nichts schönzureden... Aber sonst getraut sich ja niemand was zu sagen.
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