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Panorama Erdrutsch begräbt 30 Gebäude in China – zahlreiche Vermisste

In der südchinesischen Stadt Shenzhen hat ein grösserer Erdrutsch zahlreiche Gebäude in einem Industriepark verschüttet. Ob dabei Menschen ums Leben kamen, ist nicht bekannt. 91 Personen werden vermisst.

Legende: Video Erdrutsch in China abspielen. Laufzeit 0:53 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 21.12.2015.

Dutzende Menschen werden in der südchinesischen Stadt Shenzhen vermisst, nachdem ein Erdrutsch mehrere Gebäude begraben oder zum Einsturz gebracht hat.

Das Unglück ereignete sich demnach gegen Mittag in einem Industriepark im Nordosten der Stadt. Wie die Behörden mitteilten, waren über 30 Gebäude betroffen, darunter auch mehrere Fabriken. Der Grund für den Erdrutsch blieb zunächst unklar.

Legende: Video Explosion und Erdrutsch in Shenzhen (unkomm.) abspielen. Laufzeit 0:35 Minuten.
Vom 20.12.2015.

Geröll-Lawine führt zu Explosion

Ein Anwohner, der vier Kilometer von der Unglücksstelle lebt, hat laut Xinhua eine laute Explosion gehört. «Es muss ein grosser Unfall gewesen sein, weil ich den Knall aus so weiter Entfernung gehört habe», zitierte die Nachrichtenagentur den Mann. Ein chinesischer Fernsehsender berichtete, dass es bei einer grösseren Gasleitung, die im Gebiet durchgeht, zu einer Explosion gekommen sei.

Laut Xinhua wurden rund 900 Menschen in dem rund 100'000 Quadratmeter grossen Gebiet in Sicherheit gebracht. 1500 Retter seien im Einsatz, um nach Überlebenden zu suchen.

Untersuchung angeordnet

Chinas Präsident Xi Jinping forderte die örtlichen Behörden auf, alles in ihrer Macht stehende zu tun, um die Zahl der Opfer so klein wie möglich zu halten und Verletzte und Angehörige zu versorgen.

Premier Li Keqiang ordnete eine Untersuchung zur Unglücksursache an. Chinas Kabinett schickte eine Arbeitsgruppe in die Millionenmetropole Shenzhen, um die Koordinierung der Rettungsarbeiten zu unterstützen.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von martin reiser (martin reiser)
    Im Rahmen einer Bahnfahrt von Guangzhou nach Hongkong Ende der 90er Jahre war es mir vergönnt, einen Blick auf die Megabaustelle Shenzhen zu werfen und was ich sah, machte mich beinahe sprachlos. Etwas derartiges hatte ich zuvor und auch seither nie mehr gesehen. 1980 lebten in Shenzhen gut 30'000 Menschen heute sind es mehr als 12 Millionen. Inwiefern bei diesem horrenden Bautempo den Bauvorschriften Rechnung getragen werden konnte, muss sicher hinterfragt werden.
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  • Kommentar von Ursula Schüpbach (Artio)
    "Premier Li Keqiang ordnete eine Untersuchung zur Unglücksursache an. Chinas Kabinett schickte eine Arbeitsgruppe in die Millionenmetropole Shenzhen, um die Koordinierung der Rettungsarbeiten zu unterstützen." Der Typ hat schon vieles versprochen. Auch punkto Schweiz.
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