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Panorama Europa gehen die Bienen aus

Honig-Bienen werden in Europa fast schon zur seltenen Erscheinung. Zu diesem Ergebnis kommt eine britische Studie. Milliarden der fleissigen Tierchen fehlen bereits heute auf dem Kontinent. Es droht eine dramatische Entwicklung.

Bienen
Legende: Die Zahl der emsigen Honig-Sammler geht in Europa dramatisch zurück. Keystone

Die im Magazin «Plos one» veröffentlichte Studie von der Universität Reading kalkuliert den bestehenden Mangel auf sieben Milliarden Bienen.

In mehr als der Hälfte der 41 untersuchten Länder gebe es nicht ausreichend viele Bienen, um die Pflanzungen «korrekt zu bestäuben», halten die Forscher fest. Dies gelte insbesondere für Deutschland, Frankreich, Italien und Grossbritannien.

Katastrophe droht

«Wenn wir jetzt nicht handeln, werden wir in der Zukunft eine Katastrophe erleben», erklärte Forschungsleiter Simon Potts, Link öffnet in einem neuen Fenster. Den schlimmsten Mangel an Bienen gebe es derzeit auf dem Baltikum und in Grossbritannien, wo nur ein Viertel der erforderlichen Insekten vorhanden seien. Besser stelle sich die Lage in der Türkei, in Griechenland und auf dem Balkan dar, wo es eine fest verwurzelte Kultur der Imkerei gebe.

Der Bedarf an Bienen ist insbesondere durch den verstärkten Anbau von ölhaltigen Pflanzen angestiegen, die wie Raps, Sonnenblumen und Soja zur Produktion von Biotreibstoffen verwendet werden. Innerhalb weniger Jahre sei daher der Bedarf an Bienen um 38 Prozent gestiegen, die Zahl der Bienenvölker aber nur um sieben Prozent, resümierten die Forscher.

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28 Kommentare

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  • Kommentar von Beppie Hermann, Bundey
    Der Mensch scheint mir eher eine Dornenkrone der Schöpfung zu sein. Sozusagen ein Evolutionsflop. Kein Lebewesen in Fauna+Flora verhält sich derart selbstzerstörend gleich einer Autoimmunkrankheit. Mensch ist nicht einmal fähig, seinen dekadenten Wohlstand von Lebensqualität zu unterscheiden. Er ist auch nicht imstande, in Gedanken an die Nachwelt zu handeln. Und dafür verleiht er sich das Prädikat "sapiens"!
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    1. Antwort von Thomas Käppeli, Guatemala Ciudad
      Nicht nur Mono, sondern HIFI-Stereo Homo Sapiens Sapiens. Nachwelt was ist das? Kinder und Enkel? Wozu? Nach uns die Sindflut. Gut gesagt @Beppie Hermann, Bundey.
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  • Kommentar von Thomas Käppeli, Guatemala Ciudad
    Tja, die Wissenschaft warnt seit Jahrzehnten von den Grenzen des Wachstums. Einsame Rufer in der Wüste. Die werden wir daraus in Kürze auch machen. Schon einfache Liedermacher sangen davon. Höre Reinhard Mey: Es gibt keine Maikäfer mehr.
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  • Kommentar von Bruno Hochuli, Reinach BL
    Die Welt steuert mit enormer Geschwindigkeit einer Katastrophe zu. Leider ist die Geldgier und der Sinn mit der Natur zu leben abhanden gekommen. Wie heisst es so schön " es braucht keine neue Sintflut, der Mensch vernichtet sich selber.
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