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April, April! Fake-News sind für einmal erlaubt

Super-Schafe, Zürcher Insekten-Geschnetzeltes und Trump-Besuch in Luzern – Am ersten April toben sich Schweizer Medien aus.

Schwarznasenschafe mit Bergretter vor Helikopter von Air Zermatt
Legende: Die neuen Bergretter? Am 1. April wurden die Schwarznasenschafe zu neuen Helden. Zermatt Tourismus

Ja, heute dürfen wir alle auch mal «Seich» erzählen. Denn heute ist der 1. April, der Tag des Scherzes. Diese Gelegenheit liessen sich viele Schweizer Medien und Kommunikationsstellen nicht entgehen. Sie vermeldeten mit manchmal mehr, manchmal weniger Fantasie «alternative Fakten».

Hundekot und Super-Schafe

Sehr ausgeklügelt stellte die Berner Zeitung den ehemaligen Stadtpräsident Alexander Tschäppät als Hundeombudsmann vor. In der Stadt Bern soll eine Hunde-DNA-Datenbank, Link öffnet in einem neuen Fenster angelegt werden. So könne man Herrchen oder Frauchen ausfindig machen, der oder die Fiffis Ausscheidungen auf dem Trottoir liegen liess.

Tierisch inspiriert waren auch Zermatt Tourismus. Sie kündeten an, dass Air Zermatt bald Schwarznasenschafe für die Bergrettung, Link öffnet in einem neuen Fenster einsetzen wird. Das Ausbildungslager für die Tiere stehe schon. Alles beeehreit!

Die Thurgauer Zeitung und die Wiler Zeitung hingegen versuchten dem Leser im wahrsten Sinne des Wortes einen Bären aufzubinden. Sie berichteten darüber, dass ein Bär gesichtet wurde.

Licht-Busse und Wasser-Diebe

Mehr erschüttern konnte der Bericht der Basler Zeitung. Vor allem Nicht-Fasnächtler. Die Zeitung vermeldete, wer künftig am Morgenstreich das Licht in der Basler Kernzone brennen lasse, solle mit hundert Franken gebüsst werden., Link öffnet in einem neuen Fenster So habe es das Fasnachts-Comité entschieden. Na dann, Licht aus!

Auch auf der anderen Seite des Rösti-Graben hat man Humor: Le Matin berichtete von Brunnen, die sich mysteriöserweise seit Monaten entleeren. Wo ist das Wasser hin? Investigative Recherchen der Zeitung ergaben: Nachts holen sich Diebe von ennet der Kantonsgrenzen das besonders saubere Freiburger Wasser. Cheers!

In Luzern soll es laut dem Radio Pilatus sogar zu einem hohen Besuch gekommen sein, Link öffnet in einem neuen Fenster: Donald Trump höchstpersönlich erkundete zusammen mit Bodyguards die Seepromenade. Just great!

Legende: Video «Fake News» am 1. April abspielen. Laufzeit 1:43 Minuten.
Aus Tagesschau vom 01.04.2017.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Kurt E. Müller (KEM)
    "In der Stadt Bern soll eine Hunde-DNA-Datenbank angelegt werden. So könne man Herrchen oder Frauchen ausfindig machen, der oder die Fiffis Ausscheidungen auf dem Trottoir liegen liess." Ein raffinierter April-Scherz, weil er durchaus wahr sein könnte. Technisch machbar ist das nämlich, und nicht mal teuer. Das Verfahren wird in einigen Städten in Italien, Spanien und USA sehr erfolgreich angewendet.
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  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Es wäre schön, wenn die Medien sich nur am 1. April mit "fake news" (=falschen Berichten oder auch Lügen) austoben würden.
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  • Kommentar von Jean-Philippe Ducrey (Jean-Philippe Ducrey)
    Ob Coop mit seiner "Veganen Balkonerde" nicht auch einen Aprilscherz gelandet hat, entzieht sich meiner Kenntnis. Falls nicht, wär's was für Zürcher Hipster-Schurnis, die keimfrei und ohne einer einzige Zehe eines verstorbenen Tausendfüsslers ihre bleichen, dafür bärtigen Urban-Tomatoes ziehen, pardon rauchen wollen.
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    1. Antwort von E. Waeden (E. W.)
      Oder eine Auto-Garage, welche mit emotionalen Autos für "ihre" Marken wirbt. Die haben das ganze Jahr über wohl 1. April, wenn ihre Autos Emotionen haben.
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