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Elbphilharmonie Für Joachim Gauck «ein Juwel der Kulturnation»

Hamburg hat nach knapp zehn Jahren Bauzeit sein neues Konzerthaus eingeweiht.

Legende: Video «Elbphilharmonie in Hamburg offiziell eröffnet» abspielen. Laufzeit 1:50 Minuten.
Aus Tagesschau vom 11.01.2017.

Zehn Jahre Bauzeit: Hamburg hat sein Jahrhundertbauwerk endlich einweihen können: Die Elbphilharmonie, «Ephi» genannt. In Anwesenheit von Bundespräsident Joachim Gauck und Bundeskanzlerin Angela Merkel wurde das neue Konzerthaus mit einem Gala-Konzert eingeweiht.

Legende: Video ««Kulturplatz extra» aus der Elbphilharmonie in Hamburg» abspielen. Laufzeit 26:00 Minuten.
Aus Kulturplatz vom 11.01.2017.

Eröffnungkonzert: Das NDR Elbphilharmonie Orchester unter der Leitung von Thomas Hengelbrock spielte zur Eröffnung im Grossen Konzertsaal. Bei den ersten Klängen von «Pan» aus den «Sechs Metamorphosen nach Ovid» des englischen Komponisten Benjamin Britten war der Saal in Schwarz getaucht. Draussen begann gleichzeitig ein zur Musik passendes Lichtspektakel auf der Aussenfassade.

«Ein Juwel»: Bundespräsident Joachim Gauck sagte am Festakt vor dem Konzert, aus der Elbphilharmonie könne das werden, was viele Hamburger sich wünschten: «Das Wahrzeichen einer weltoffenen, vielfältigen Metropole – und ein Juwel der Kulturnation Deutschland».

«Das Herz beginnt zu schlagen»: Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz sagte in seiner Rede Hamburg setze damit ein unübersehbares Zeichen für die grosse Bedeutung, die Kunst und Kultur in einer freien Gesellschaft zukomme: «Mit dem ersten Konzert im Grossen Saal beginnt das Herz der Elbphilharmonie zu schlagen.»

Die Vorgeschichte dieses Hauses sei bis zu seiner Eröffnung lang und bewegt gewesen. «Ab heute freuen wir uns uneingeschränkt und ausschliesslich auf die vielen Musiker, die diesen Ort mit Leben füllen werden.»

Schweizer Architektur: Der Grundstein für den Jahrhundertbau im Hamburger Hafen wurde bereits 2007 gelegt. Jahrelang machte der Glasbau auf einem alten Quaispeicher im Hafen Schlagzeilen mit Bauverzögerungen und Kostensteigerungen. Das Konzerthaus der Architekten Herzog & de Meuron sollte bereits vor sieben Jahren eröffnet werden. Neben dem grossen Saal mit 2100 Plätzen und einem kleineren Konzertsaal gehört zum Bau auch ein Hotel mit 244 Zimmern sowie 44 Eigentumswohnungen.

11 Kommentare

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  • Kommentar von Alex Bauert (A. Bauert)
    693 Millionen zu teuer gegenüber der demokratisch bestimmten und entschiedenen Variante. Um 693 Millionen wurde das steuerzahlende Volk betrogen, damit paar wenige ihre klassischen Konzerte haben. Das Geld fehlt natürlich nirgends, schon gar nicht in den deutschen Schulen oder deren Musikunterricht ... wiederlich.
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  • Kommentar von M. Kaiser (Klarsicht)
    Bei den Nachrichten in D über dieses 10 Fach über die Offerte teure Haus wurde keine einziges Wort über die Schweizer Architekten verloren . Schon etwas seltsam wie sich zuviele die Lorbeeren umhängen, die sie nicht verdient haben. Ist auch meine Erfahrung -der Geistige Urheber wird meist nicht genannt. Das ist in unserer verlogenen Welt und Zeit an der Tagesordnung.
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  • Kommentar von Lucas Kunz (L'art pour l'art)
    Bei solchen überdimensioniert grossen Konzertsälen frage ich mich immer, in welchem Jahrhundert wir leben ... Da wird eine museale Musik aus dem 19. Jahrhundert zelebriert, und wir leben bereits im 21. Man tut so, als hätte es keine Musikentwicklung gegeben. PS: Für Mozart & Co sind diese Räume ebenfalls völlig daneben und viel zu gross aufgeblasen. Zur "Klassik": Man stelle sich vor, das Kunstmuseum ZH würde ausschliesslich Schrott aus dem 19. Jh. als Gegenwartskunst uns verkaufen wollen.
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