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Panorama Geier sollen Schuld an Inferno von Valparaíso sein

Die Feuer-Katastrophe in der chilenischen Hafenstadt Valparaíso hat weitere Opfer gefordert: Mittlerweile sind zwölf Leichen geborgen worden. Tausende Häuser wurden zerstört und 10'000 Menschen in Sicherheit gebracht. Zwei Truthahngeier auf einer Starkstromleitung sollen den Brand verursacht haben.

Bei einem Grossbrand in der chilenischen Hafenstadt Valparaíso sind mindestens zwölf Menschen umgekommen und Hunderte Häuser zerstört worden. Das am Samstagabend ausgebrochene Feuer frass sich am Sonntag weiter durch ganze Strassenzüge und löste immer wieder kleine Explosionen aus. Heftige Winde fachten die Brände an.

Über 2000 Gebäude zerstört

Etwa 1200 Feuerwehrleute waren im Einsatz, unterstützt von drei Löschflugzeugen und vier Helikoptern. Über 10'000 Menschen wurden bislang in Sicherheit gebracht, erklärte Chiles Innenminister Rodrigo Peñailillo.

Legende: Video Zerstörte Stadt Valparaíso abspielen. Laufzeit 0:23 Minuten.
Vom 14.04.2014.

Die Gefangenen des örtlichen Frauengefängnisses wurden in einem Sportstadion untergebracht, berichteten Lokalmedien. Über 2000 Gebäude seien zerstört worden, 850 Hektar seien abgebrannt. Am Sonntag kämpfte die Feuerwehr noch gegen Brandherde auf vier der 42 Hügel, auf denen Valparaíso liegt.

Geier als Auslöser?

Das Feuer war am Samstag an einer Müllhalde an der Autobahn von Placilla nach Valparaíso ausgebrochen. Als mögliche Auslöser des Feuers wurden von Zeugen zwei Truthahngeier genannt, die sich auf einer Hochspannungsleitung niederliessen. Der Wind habe zwei Kabel aneinander gebracht, die Geier seien dabei verbrannt und die entstandenen Funken hätten die trockenen Blätter am Boden entzündet, berichtete das Nachrichtenportal Emol nach Angaben der Brandermittler.

Staatschefin Michelle Bachelet sagte wegen der Katastrophe ihre für Dienstag geplante Auslandsreise nach Argentinien ab. «Es ist die schlimmste Katastrophe, die ich in Valparaíso gesehen habe», sagte der Verwaltungschef der Region Valparaíso.

Armee sorgt für Sicherheit

Betroffen war nach Angaben der Behörden eine Fläche von mehr als sieben Quadratkilometern. Bachelet rief den Notstand aus und entsandte die Armee, um die Ordnung aufrecht zu halten.

Valparaíso ist mit rund 250'000 Einwohnern eine der grössten Hafenstädte Chiles. Sie liegt etwa 135 Kilometer westlich der Hauptstadt Santiago und ist neben dem Sitz der Legislative auch einer der wichtigsten Häfen Chiles.

1 Kommentar

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  • Kommentar von Michael Palomino, Pattaya / Thailand
    DER STÄDTEBAU IN VALPARAISO 2011 habe ich die Stadt gesehen, wunderschön malerisch sind die Häuser an die Hügel "geklebt" mit typisch sanften, chilenischen Farben. Aber: Keine Brandmauern, hauptsächlich Holzhäuser, keine Sicherheitsabstände, enge Strassen, oft nur Treppenstufen, nur wenige Zugänge zu Löschwasser. Früher ist auf diese Weise auch London abgebrannt und wurde mit breiten Strassen und Steinhäusern wiederaufgebaut, damit so was nicht mehr passiert. Wie wird es wohl in Valparaiso sein?
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