Zwischenlandung im Eis «Gelitten haben vor allem die Raucher»

Ein technisches Problem zwingt eine Boeing 777 auf dem Weg nach Los Angeles zu einer Zwischenlandung in Kanada. Gelitten hätten vor allem die Raucher, sagt LX40-Passagier Miguel de Lima aus Opfikon (ZH).

SRF: Miguel, Sie sassen nach einer ungeplanten Zwischenlandung im kanadischen Iqaluit fest. Wie geht es Ihnen?

Miguel de Lima: Mir geht es gut, ich bin sehr dankbar, dass die Piloten alles im Griff hatten. Ich habe nun zwar zwei Tage weniger auf Hawaii, aber letztendlich ist wichtig, dass alle gesund und unverletzt hier gelandet sind. Die Maschine ist unbeschädigt, obwohl wir kurzzeitig mit nur einem Triebwerk fliegen mussten. Wir können uns glücklich schätzen, das hätte wirklich schlimmer ausgehen können.

Sie mussten 14 Stunden lang im Flugzeug ausharren. Wären Sie gerne ausgestiegen?

Ja, ab und zu schon. Die Luftqualität im Flugzeug war irgendwann nicht mehr so toll. Aber Aussteigen war nicht erlaubt. Gelitten haben aber vor allem die Raucher. Wir durften das Flugzeug erst beim Umsteigen verlassen. Nur eine Person wurde nervös und versuchte auszusteigen. Der Pilot hinderte ihn daran und meinte, das seien die Regeln der kanadischen Behörden.

Wie geht die Reise für Sie weiter?

Ich bin jetzt in New York und fliege weiter nach Los Angeles. Ich musste über eine andere Fluggesellschaft buchen, daher weiss ich noch nicht genau, wann mein Anschlussflug nach Hawaii geht.

Das Gespräch führte Nik Hartmann

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Notlandung am Polarkreis

    Aus Tagesschau vom 2.2.2017

    Eine Swiss-Maschine musste im kanadischen Iqaluit notlanden. Auf der Strecke zwischen Zürich und Los Angeles kam es zu technischen Problemen. Über 200 Passagiere mussten 11 Stunden bei eisiger Kälte im Flugzeug ausharren.