Heisse Sommertage enden abrupt

Eine Hitzewelle folgte der nächsten – dieser Sommer war ein Ausnahmesommer. Und er ist ab Dienstag vorbei. Zum Sommer der Extreme hat SRF Meteo die Zahlen.

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Der August mit Rekordwerten

1:49 min, aus Tagesschau vom 31.8.2015

Der meteorologische Sommer endet am 1. September – und pünktlich verabschieden sich auch die warmen Sonnenstrahlen. Ein Wetterumschwung steht der Schweiz bevor.

Fertig mit der Hitzewelle

Am Dienstag ziehen die Schauer vom Westen her übers Land und es wird im Norden der Schweiz mit 21 bis 23 Grad deutlich kälter. Und es bleibt kalt. Die Temperaturen gehen in den kommenden Tagen im Norden auf Werte um 18 Grad zurück, immer wieder gibt's Regen. Das Wetter zeigt sich also von einer herbstlicheren Seite, als wir es nun mehr oder weniger seit Wochen gewohnt sind.

Der Sommer 2015 war nach dem Rekordsommer 2003 der zweitwärmste seit Messbeginn vor 152 Jahren, wie SRF Meteo informiert. Damals lag die Mitteltemperatur bei 20,8 Grad – doch auch der diesjährige Sommer überbietet mit 19,8 Grad den längjährigen Durchschnitt von rund 17 Grad klar.

2003 und 2015: Zwei Rekordsommer im Vergleich

Der absolute Temperaturrrekord in der Schweiz wurde 2003 verzeichnet. Damals wurden am 11. August im Misox (GR) 41,5 Grad gemessen. Der absolute Temperaturrekord auf der Alpennnordseite konnte hingegen der Sommer 2015 verbuchen: Am 7. Juli wurden in Genf 39,7 Grad verzeichnet.

Mit den heissen Temperaturen kamen auch die Tropennächte – nämlich dann, wenn das Thermometer des Nachts nicht unter 20 Grad fiel. Und solche Nächte gab es 2015 einige. Zum Beispiel in Basel-Binningen, wo 8 Tropennächte verzeichnet wurden – 2003 waren es nur 5.

2015 war vor allem der Juli extrem heiss. An diversen Orten gab es den heissesten Juli überhaupt. So war der Juli etwa in Basel fast 2 Grad heisser als der Juli 2003.

Ob man will oder nicht – in den nächsten Tagen wird der Sommer dem Herbst weichen. Hier ein paar Tipps, wie Sie den Übergang zur kühleren Jahreszeit gut meistern.

So meistern Sie die Übergangszeit gut

Kalt, warm, kalt, warm: Das bedeutet für den Körper Stress.
Erkältungen stellen sich ein. Kleiden Sie sich nach dem Zwiebelprinzip, also in
Schichten, so dass Sie sich während des Tages je nach Bedarf sich anpassen
können.
Es wird grundsätzlich kälter, dunkler, nasser. Die Melancholie
stellt sich ein, der Heisshunger auf Süsses und Kohlenhydrate steigt. Etwas
Schokolade sei erlaubt. Aber vergessen Sie nicht: Es gibt auch Früchte und
Gemüse. Und: Trinken Sie viel.
Ebenfalls gegen die Melancholie: An die frisch Luft, spazieren
Sie
. Auch bei schlechtem Wetter sind die Lux-Werte im Freien meist höher als
drinnen.

Sendungsbeiträge zu diesem Artikel

  • Erhöhtes Risiko für Wanderer

    Aus Tagesschau vom 9.8.2015

    Mit der grossen Hitze treibt es die Menschen in die Berge. Die Hitze lässt aber auch die Gletscher schmelzen. Beides führt zu mehr Bergunfällen.

  • Historischer Rekord für Rigi Bahnen

    Aus Schweiz aktuell vom 6.8.2015

    Ansturm bei den Zentralschweizer Seil- und Bergbahnen: Pilatus, Titlis, Stanserhorn – wegen der Hitze suchen viele auf den Gipfeln etwas Abkühlung. Auf die Rigi fuhren im Juli über 100‘000 Personen. Rekord in der 144-jährigen Geschichte der Bahn.

  • Gletscher leiden unter Hitzesommer

    Aus Tagesschau vom 19.7.2015

    Die Auswirkungen der Hitze sind bei den Gletschern besonders spürbar – etwa beim Morteratsch-Gletscher im Engadin. Die Experten sind erschüttert, wie schnell das Eis im Moment zurückgeht. 2015 könnte ebenso schlimm werden, wie der Hitzesommer 2003.

  • Hitze als grosse Gefahr für die Schweiz

    Aus Echo der Zeit vom 2.7.2015

    Westeuropa und die Schweiz stöhnen unter den heissen Temperaturen von über 30 Grad. Und soeben legt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz eine Analyse über Katastrophen-Risiken vor. Fazit: Zu den drei grössten Risiken für die Schweiz zählt eine Hitzewelle.

    Gaudenz Wacker