«Ich platze fast vor Stolz»

Der Bundesrat kauft einen PC-24-Jet der Stanser Pilatuswerke. Dies verkündete Ueli Maurer anlässlich der Präsentation des neuen Düsenflugzeugs in Buochs (NW). Für das Rollout des Fliegers wurde ein richtiges Volksfest auf die Beine gestellt.

Der Bundesrat will künftig auch in einem PC-24 der Pilatus Flugzeugwerke auf Reisen gehen. Bundesrat Ueli Maurer gab den Erwerb am Freitag bei seiner Rede zum Rollout des neuen Business-Jets in Buochs offiziell bekannt.

Der PC-24 wird aufs Rollfeld gezogen

0:37 min, vom 1.8.2014

Der Bundesrat will mit dem Business-Jet den kleineren der beiden Bundesrats-Jets ersetzen, die in die Jahre gekommene Cessna Citation 560 Excel. Der Listenpreis des PC-24 beträgt knapp 9 Millionen US-Dollar. Es ist der erste Düsenjet des Stanser Flugzeugbauers. Bisher war er auf Propellerantriebe spezialisiert.

Rollout mit Pferden

Als schliesslich der Prototyp des ersten in der Schweiz entwickelten Business-Jets, der auch in der Schweiz gebaut werden soll, neben Maurer in der Sonne stand, sagte der Verteidigungsminister: «Ich platze fast vor Stolz, dass das in unserem Land möglich ist.»

Um 13 Uhr rollte der weiss und mit Edelweissblumen bemalte Prototyp des neuen Geschäftsflugzeugs über die Piste des Flugplatzes Buochs. Das Flugzeug wurde im Schritttempo von mehreren Pferden der Schweizer Armee gezogen.

Erster Flug im nächsten Frühling

Der Prototyp blieb aber am Boden. Erst im Frühling 2015 soll der Flieger erstmals für einen rund zweistündigen Testflug abheben. Nach der Zertifizierung durch die Luftfahrbehörden soll der erste PC-24 im Jahr 2017 ausgeliefert werden. Bisher nahm Pilatus 84 Bestellungen entgegen. Die Auftragsbücher sind damit bis 2019 voll.

Ueli Maurer «im Sinkflug»

Pilatus inszenierte den Rollout ihres ersten Düsenflugzeugs als grosse Show. Zum Volksfest am Nationalfeiertag gehörten Flugdemonstrationen der Maschinen aus der 75-jährigen Firmengeschichte, Alphornmusik und ein Feuerwerk.

Verteidigungsminister Ueli Maurer wurde während der Darbietung mit einem PC-6-Flugzeug eingeflogen. Der Magistrat landete nach steilem Sinkflug spektakulär direkt vor den Augen der Zuschauer.

4500 geladene Gäste sahen die Show von den Tribünen aus. Tausende Menschen verfolgten die Vorführungen auf Grossbildschirmen auf dem Flugplatzareal.