Indonesien: Vulkanausbruch lässt Hunderttausende fliehen

Kein Schneesturm, sondern die staubige Asche des Vulkans Kelud hat grosse Teile Javas in eine weisse Decke gehüllt. Es gab Tote und Hunderttausende Indonesier mussten vor dem Ausbruch flüchten. Doch es gibt auch gute Nachrichten.

Velo- und Mofafahrer arbeiten sich durch den Staub. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Mehrere Zentimeter stark ist die Staubschicht auch in der Stadt Yogyakarta. Auch ein Mundschutz hilft da wenig. Keystone

Die Aktivität des indonesischen Vulkans Kelud auf der Insel Java hat abgenommen. Es gelte aber weiterhin die höchste Alarmbereitschaft, teilten die Behörden mit. Noch immer rage eine rund drei Kilometer hohe Rauchwolke aus dem Krater in den Himmel.

Der Vulkan war nach tagelangem Brodeln am Donnerstag ausgebrochen. Gas, Asche und Geröll wurden Tausende Meter in die Luft geschleudert. Insgesamt starben dadurch vier Menschen. Hunderttausende mussten in Schutzunterkünfte flüchten.

2007: Letzter grosser Ausbruch des Kelud

Nach dem Ausbruch vom Donnerstag haben erste Flughäfen den Betrieb wieder aufgenommen. Die Airports von Malang, Semarang und Cilacap seien wieder geöffnet, teilte ein Sprecher des indonesischen Verkehrsministeriums mit.

Der 1731 Meter hohe Kelud war zuletzt 2007 ausgebrochen. Indonesien hat fast 130 aktive Vulkane. Bei einem Ausbruch des Sinabung auf der Insel Sumatra waren vor kurzem 17 Menschen gestorben.