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Panorama Keyboard-Legende Keith Emerson ist tot

Wer das Keyboard liebt, liebte auch Keith Emerson. Nun ist der Mitbegründer des Rocktrios Emerson, Lake and Palmer 71-jährig gestorben. Die Polizei im kalifornischen Santa Monica geht von einem Suizid aus.

Porträt von Keith Emerson vom Januar 2015 in Kalifornien. (keystone)
Legende: Emerson wird von Bandkollegen als «zartes Gemüt, dessen Leidenschaft noch viele Jahre unerreicht bleiben werde» geehrt. Keystone

Der britische Keyboard-Spieler Keith Emerson, Gründungsmitglied der Rockband «Emerson, Lake and Palmer» ist gestorben.

Die Band hat auf ihrer offiziellen Facebookseite mitgeteilt, dass Emerson in der Nacht zum Freitag in seinem Haus im kalifornischen Santa Monica gestorben ist. Er wurde 71 Jahre alt. Die Polizei in Santa Monica, Kalifornien, geht von einem Suizid aus.

Legende: Video «Emerson, Lake and Palmer, Live in Montreux (1997)» abspielen. Laufzeit 0:27 Minuten.
Vom 12.03.2016.

Emersons Bandkollege Carl Palmer, Link öffnet in einem neuen Fenster trauerte auf seiner Homepage um «ein zartes Gemüt, dessen Liebe zur Musik und Leidenschaft für die Performance als Keyboard-Spieler noch viele Jahre unerreicht bleiben werden». Emerson sei ein «Pionier und Wegbereiter» gewesen in Rock, Klassik und Jazz.

Die 1970 gegründete Formation Emerson, Lake and Palmer, zu der auch Greg Lake gehört hatte, veröffentlichte zahlreiche Platin-Alben. «Lucky Man» gehört zu ihren bekanntesten Hits. Nach der Auflösung der Band im Jahr 1978 hatten sich die Musiker in den 1990er-Jahren wiedervereint.

Seit 2004 hatte Emerson seine eigene Gruppe, die Keith Emerson Band. Er machte sich auch als Solokünstler, Link öffnet in einem neuen Fenster am Synthesizer sowie mit mehreren Klavierwerken und Filmmusik einen Namen.

Emerson war 1944 in der nordenglischen Kleinstadt Todmorden bei Leeds zur Welt gekommen, wuchs an der südenglischen Küste auf und zog noch als Teenager nach London. Klavier spielte er bereits als Kind. In seinem Schaffen blieb er stets von klassischen Komponisten beeinflusst.

«2016 ist ein Trauriges Jahr für die Musik»

3 Kommentare

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  • Kommentar von Walter Schwarb (Walter Schwarb)
    Wieder ein grosser Musiker gegangen. Sie werden durch den heutigen "musikalischen" Einheitsbrei nich mehr ersetzt. Darum ein Tip an alle: Schaut euch die Musiker und Bands der 70er noch live an, solange sie auftreten. Sie haben mehr Geist, mehr Fähigkeiten, mehr Spielfreunde als alle Castingsuperstars von DB zusammen.
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    1. Antwort von Beni Fuchs (Beni Fuchs)
      Hr Schwab, zum einen haben Sie völlig recht, den Castingbrei würd ich nicht mal im Entferntesten als Musik bezeichnen, was aber nicht heisst, dass heute nicht auch sehr gute Musik produziert wird ;-) Vielleicht muss man halt etwas mehr suchen gehn, als früher... Rest in Peace, Keith, Big Respect! Und, liebe SRF Musik/Kulturredaktion, von euch würd ich eigentlich erwarten, dass der am 9.3. verstorbene Nana Vasconcelos auch gewürdigt wird, dies wäre auch ein paar Zeilen wert... nicht?
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  • Kommentar von Theodor Bilger-Marino Sanchez (teolito)
    Keith Emerson war schon viel früher eine bekannte Grösse nicht erst seit ELP. Den legendären Auftritt mit "The Nice" am Schweizer Fernsehen vergessen.
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