Zum Inhalt springen
Inhalt

Tödliche Erreger im Visier Koalition gegen Killer-Virus gegründet

Legende: Audio Virus-Forscher rund um den Globus sollen von der weltumspannenden Koalition profitieren. abspielen. Laufzeit 01:45 Minuten.
01:45 min, aus HeuteMorgen vom 19.01.2017.

Das Wichtigste in Kürze

  • Über 11'000 Menschen fielen der Viruserkrankung Ebola zum Opfer.
  • Die englische Wohltätigkeitsorganisation «Wellcome Trust» arbeitet daran, solche Epidemien in Zukunft zu verhindern.
  • Geldgeber der Koalition sind Norwegen, Deutschland, Japan, der «Wellcome Trust» sowie die «Bill&Melinda Gates Stiftung» – auch die Weltgesundheitsorganisation ist mit von der Partie.
  • Gut 460 Millionen Franken sind in den Topf der Koalition gegen gefährliche Krankheiten geflossen.

Ohne diese Spenden gehe es nicht, sagt Jeremy Farrar. Er ist Tropenmediziner und Direktor der Wohltätigkeitsorganisation «Wellcome Trust». Denn ein Ebola-Impfstoff sei für die Pharma-Firmen einfach kein Geschäft, fügt der Mediziner hinzu.

Drei gefährliche Viren auf der To-Do-Liste

Gleichzeitig gibt es aber 20 bis 30 weitere Krankheiten, die ähnlich gefährlich werden könnten. Auch die Schweiz und alle anderen Länder Europas seien bedroht, betont Farrar. Das Sars-Virus habe allen drastisch vor Augen geführt, wie schnell sich eine unbekannte Krankheit verbreiten können – die Welt sei nicht vorbereitet:

Die Koalition will nun zuerst Impfstoffe gegen drei Virus-Erkrankungen vorbereiten – gegen das MERS-, das Lassa- und das Nipah-Virus. Und dann, je nachdem wie viele weitere Staaten sich als Geldgeber anschliessen, will die Koalition weitere gefährliche Krankheitserreger ins Visier nehmen.

Der Ebola-Ausbruch 2014/2015 in Afrika

In Westafrika kam es 2014/2015 zum bisher grössten Ebolafieber-Ausbruch in der Geschichte. In den hauptsächlich betroffenen Ländern Guinea, Liberia und Sierra Leone erkrankten mehr als 28'000 Menschen, mehr als 11'000 starben, berichtet das Robert Koch Institut.
Erstmals waren damals Länder grossflächig von Ebolafieber betroffen: In Guinea, Sierra Leone und Liberia trat die Krankheit in fast allen Provinzen, auch in grossen Städten mit Flug­hafen-Anbindung auf. Nach dem Höhepunkt des Ausbruchs im Herbst 2014 ist die Zahl der Neuinfektionen im Laufe des Jahres 2015 kontinuierlich gefallen.
Seit August 2015 werden nur noch Einzelfälle registriert. Der Ausbruch kann damit als weitgehend beendet angesehen werden. Am 29. März 2016 erklärte die Welt­ge­sund­heits­orga­ni­sa­tion (WHO) die seit August 2014 bestehende „Gesund­heit­li­che Notlage von Internationaler Tragweite“ (Public Health Emergency of International Concern, PHEIC), für beendet.
Legende: Video Impfstoff gegen Ebola abspielen. Laufzeit 01:22 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 23.12.2016.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

7 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Wenn wir uns wieder auf die Natur besinnen würden, könnte der Mensch erstarken + vielleicht überleben. Das müsste heissen, viel weniger Menschen auf dieser Erde. Durch weniger Wirtschaft, +weniger Politiker wie Sch-A, gäbe es immer weniger Menschen in den armen Ländern. Deshalb dürfen wir die Wirtschaft im Ausland nicht fördern +auch auländische Wirtschaft in der Schweiz nicht. Mit einem NEIN bei der Abstimmung "Unternehmenssteuerreform III" am 12. Februar können wir einen Beitrag dazu leisten.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Hier versuchen die PharmaRiesen noch mehr Kapital aus uns zu schlagen als sie dies je konnten. Sie stellen ein Szenario vor, welches gar nie eintreten kann + wird. Wenn dies kommen würde, wäre die Menschheit bereits vorher durch andere Gefahren, Umweltverschmutzung + -erwärmung ausgestorben. Wenn es für die Menschheit wirklich einmal zu Ende gehen sollte, dann werden auch Pillen +Impfungen nichts mehr helfen. vielleicht wird dann wieder in ganz abgelegenen +"unberührten" Ecken "Leben" überleben.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von W Streuli (Wernu)
    tja je keimfreier sich der "homo sapiens" sich ernährt im 21 Jahrhundert,desto leichteres Spiel haben die Viren.Wie es von den Vorredner schon angedeudet hat, geht es doch nur darum, das die Pharmaindustrie weiterhin immens teure Forschungen betreiben kann, die wir als Prämienzahler wieder brav berappen dürfen, sei dies nun als Betroffener, oder im Solidarprinzip.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen