Kolumbien: Gold-Galeone «San Jose» entdeckt

Kolumbien hat die 1708 von den Briten in der Karibik versenkte spanische Galeone «San Jose» entdeckt. Dies gab Präsident Juan Manuel Santos bekannt und kündigte Einzelheiten für Samstag an. Das Schiff war angeblich mit Gold- und Silbermünzen sowie Edelsteinen im heutigen Milliardenwert gesunken.

Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos: «grosse Neuigkeiten». Keystone/Archiv

Schatzsucher in aller Welt horchen auf. Laut dem kolumbianischen Präsidenten Juan Manuel Santos ist die spanische Galeone «San Jose» entdeckt worden. Sie gehörte zur Flotte von König Philipp V. während des Spanischen Erbfolgekriegs.

Britische Kriegsschiffe griffen den spanischen Konvoi am 8. Juni 1708 rund 16 Seemeilen vor dem Hafen von Cartegena an. Dabei wurde die «San José» in Brand geschossen und sank nach einer Explosion der Pulverkammer.

587 Seeleute, Soldaten und Passagiere starben. Elf Menschen überlebten. Die Galeone transportierte Hunderte Tonnen Gold- und Silbermünzen sowie über hundert Kisten mit Edelsteinen. Der Wert der Ladung wird nach heutigem Massstab: mehrere Milliarden Franken.

Die US-Justiz sprach das Wrack 2011 Kolumbien zu. Dies zum Nachteil der US-Firma Sea Search Armada, die 1981 behauptete, das Gebiet mit dem Wrack lokalisiert zu haben.